Ausblick. Weitblick. Tiefblick.

Atemberaubende Tiefblicke und Einblicke in das Karwendel, in die Region Hall- Wattens, zur Stadt Innsbruck, in das Wipptal, Stubaital und das Inntal sollten uns erwarten. Und obwohl wir viel in den Bergen unterwegs sind, war dieses sicherlich eine der Wanderung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird und von der wir lange zehren…. Wir, das sind an diesem Tag 6 Wanderer und unser Wanderhund Basil.

Gestartet sind wir mit der Nordkettenbahn in Innsbruck. Der Himmel strahlend blau waren wir an diesem Tag nicht die einzigen, aber einige der wenigen mit Bergschuhen und Wanderrucksack. 😉 Bis zum Hafelekar lassen wir uns hochgondeln, danach geht es gleich in östlicher Richtung endlich los… Der Goethe Weg!

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Am Goethe Weg

Immer wieder lassen uns die fantastischen Tiefblicke eine Pause einlegen. Kaum satt sehen können wir uns an dieser Vogelperspektive.

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Tiefblick in das Inntal

Nach einer guten halben Stunde wechselt der Weg dann auf die Nordseite der Karwendelkette und mit ihm wechselt auch der Ausblick. Ein schroffer, felsiger, grauer Karwendelgipfel reiht sich an den Nächsten.

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Irgendwo im Karwendel

Die rauhen Berge, der blaue Himmel, das Grün der Latschen und Wiesenflächen in dem sie enden… wir könnten es nicht schöner malen und Goethe hätte es nicht schöner in einem Gedicht verfassen können.

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Um die Mandlspitz herum

Wüssten wir nicht, dass wir noch ein gutes Wegstück vor uns hätten, wir würden ewig stehen bleiben und staunen. Hinter jeder Kurve, jedem Aufstieg und jeder Schutthalde ein neuer atemberaubender Ausblick!

Ein letzter Anstieg erwartet uns zur Mandlscharte. Von hier schauen wir nun in die grüne Pfeis, die schroffe Arzler Scharte, auf Innsbruck und auf die Nordseite der steil aufragenden Rumerspitze mit ihrem mächtigen Westgrad. Eine ganze Weile machen wir es uns nach dem kurzen Abstieg von der Scharte im Grün der Pfeis gemütlich. Kräfte tanken, ausruhen, staunen…

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Abstieg von der Mandlscharte

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Von hier könnte man in 40min zur Pfeishütte absteigen, aber wir wollen heute lieber die schwindelfreien Bergsteiger auf dem Westgrad der Rumerspitze beobachten und weiter staunen.

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Die Rumerspitze

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Arzlerscharte

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Oberhalb der Pfeis queren wir die Rumerspitze in ihrer nordseitigen Flanke…

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Entlang der Rumerspitze

… bis wir nach ca 40min zum Kreuzjöchl kommen. Der Tagesgipfel wenn man so will, mit gigantischen Ausblicken!

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Blick Richtung Stempeljoch

Vom Kreuzjöchl steigen wir nun hinab. Zuerst über ein Geröllfeld geht es dann hinunter in einen latschenbewachsenden Steig, der uns zur Vintl Alm führt. In einer 3/4 Stunde kommen wir beim Toni auf der Vintl Alm an.

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Vintl Alm

Hunger haben wir nicht – aber ein großes Glas Apfelsaft bitte! Der Toni bringt es uns alles schnell herbei und nunja, für ein Stück selbstgemachten Zwetschkenkuchen ist dann doch Platz!

Verlassen tun wir die Vintl Alm heute ungern, zu schön ist der Blick von heroben… aber das Wetter scheint sich vom Westen her zu verändern und so steigen wir mit unseren müden Beinen weiter über die Thaurer Alm nach Thaur ab.

Ein rundum gelungener Bergtag geht zu Ende und alle sind wieder gesund im Tal angekommen… passender für diesen Tag kann Goethe es in einem Zitat nicht verfassen:

„Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832)

 

 

 

Der Glungezer-Höhenweg: Wanderung auf der ruhigen Seite des Hausberges

Entschleunigt, bevor wir überhaupt einen Schritt gegangen sind. Der Pulsschlag schon ruhig und regelmäßig obwohl wir nicht den Zirbenweg entlang gehen…

Es war ein Traumtag, letzten Sonntag, Mitte August, am Glungezer- Höhenweg.

Vereinfacht gesagt findet man diesen traumhaften Weg mit seinen atemberaubenden Ausblick auf der anderen Seite des Berges parallel zum Zirbenweg verlaufend. Ein bisschen mehr Kondition und Kräfte verlangt er uns schon ab, als eben dieser, aber es lohnt sich!

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Der nostalgische Glungezer-Einzelsessellift

Hinauf geht es mit der Glungezerbahn von Tulfes aus, der gemütliche Teil dieser Höhenweg – Runde. Nach dem Ausstieg bei der Bergstation verlassen wir die Gruppen an Wanderern, die sich heute auf unserem Hausberg tummeln und zweigen gleich links in einen kleinen Weg ab. Dieser führt uns über den Rücken des Schartenkogels in eine immer bizarrer werdende Landschaft hinauf zum Schartenkogel.

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Ausblick vom Schartenkogel

Anfangs zwischen einzelnen Zirbenbäumen, Latschen und Heidekraut wandernd, finden wir uns weiter oben zwischen riesigen Gesteinsblöcken wieder, bis wir nach gut 45 Minuten den Schartenkogel erreichen.

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Ausblick auf die Nordkette

Von hier sehen wir schon, welcher Anstieg uns nun noch hinauf zum Glungezer erwartet. Der Weg ist allerdings sehr kurzweilig und so bringt man auch diese Dreiviertelstunde recht zügig hinter sich.

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Schartenkogel

Angekommen auf dem Glungezer finden wir an diesem Tag ein traumhaftes Panorama vor. In alle Richtungen des Inntals können wir weit blicken und selbst Richtung Süden und in das Viggartal schweift der Blick heute ungetrübt.

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Blick Richtung Unterland

Nach einer kurzen Rast auf der Glungezerhütte folgt ein kurzer Abstieg auf die Seite des Viggartals. Hier treffen wir nun auf den leider viel zu wenig beachteten Glungezer – Höhenweg, der parallel zum Zirbenweg, nur eben auf der anderen Bergseite verläuft. Ganz anders als der Zirbenweg ist man hier nahezu alleine auch an diesem Tag und kann die Murmeltiere zwischen den Felsblöcken suchen.

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Viggarspitze

Nach gut 1 ½ Stunden ohne große Höhenunterschiede kommen wir an der Abzweigung zur Viggarspitze an. Nach weiteren zehn Minuten stehen wir auch schon oben und genießen den Blick herunter in das Inntal. Hier oben ist nun wirklich Zeit für eine ausgiebige Rast.

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Gipfelkreuz Viggarspitze

Der Abstieg von der Viggarspitze fällt uns heute schwer. Zu schön ist die Aussicht und die Ruhe und nach dem Abstieg stoßen wir schon bald auf den Zirbenweg. Hinaus geht es nach Boscheben und weiter zur Patscherkofelbahn. Noch einmal lassen wir uns entschleunigen und gondeln zufrieden ins Tal hinab…

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Blick Richtung Patscherkofel

Traumtag in Blau-Weiß

Wer kennt es nicht, diese tiefblauen Wintertage mit knietiefen, glitzernden, Pulverschnee. Dazu in der wärmenden Februarsonne vor der Alm sitzen, der Geruch nach Holz, das tropfende Taugeräusch der Eiszapfen….märchenhaft?!

Solch einen Tiroler Traumtag erhofften wir uns (den Pulverschnee hatten wir schon abgeschrieben) und genau diesen haben wir gefunden. Mit Pulverschnee!  Schnell sind an diesem Samstag die Schneeschuh und die Jause ins Auto geladen, denn die Berge rufen ziemlich laut!

Von Volders geht es noch ein gutes Stück mit dem Auto bergauf zum Parkplatz kurz oberhalb der Krepperhütte. Genug gesessen, genug gefahren, unsere Beine wollen gehen, der Wanderhund kann schon längst nicht mehr stillhalten und unser Kopf will hinauf in die Höhe. Bergluft schnuppern und zufrieden hinab schauen!

Ein kurzes Stück geht es entlang der Rodelbahn, bevor diese rechts liegen gelassen wird und man dem Wanderweg folgt. Die Möglichkeit über den Steig, der nach 5m hinter dem Parkplatz abzweigt, erscheint uns zu „glatt getreten“.

Im leichten Bergauf geht es nun eine gute Stunde durch den Wald, bis wir die ersten vielversprechende Ausblicke auf das Inntal erhaschen…weiter…schneller…wir wollen rauf!largoz

Der Wald lichtet sich mehr und mehr und wir erreichen das glitzernde Winterwunderland der Largozalmen. Eine Ansammlung mehrere kleiner Almhäuser, die sich geduckt an den Berg anschmiegen.

An den Largozalmen

Der Schnee hier oben ein TRAUM und kurz ist die warme Sonnenbank schon sehr verlockend, hier die nächsten Stunden einfach nur hocken zubleiben, die Aussicht zu genießen und sich die ersten Sommersprossen des Jahres einzufangen. Aber… der Hund ist noch nicht müde und wir sind hungrig auf Berg! 😉

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Der weitere Aufstieg

Die Schneeschuhe werden angeschnallt und stapfend geht es durch den reichlichen Schnee! Ein Pulvertraum, den wir wirklich nicht erwartet hätten! Stellenweise führt der Weg nun etwas steiler bergan, aber schon bald werden keine Gedanken mehr an die Mühen verschwendet, denn etwas anderes zieht uns an…der Ausblick der hier oben immer prächtiger und beeindruckender wird.

Besonders die Berge im hinteren Voldertal und der Bergrücken vom Glungezer südwärts mit ihren schneebeladenen Mulden, Hänge und Spitzen lassen uns staunen und kurz durchschnaufen.hinteres voler2

Der Ausblick wird immer verlockender

Weiter gehen nicht vergessen… zwischen den letzten Zirben hindurch steuern wir auf den Gipfelhang zu, der nun in einem weiten Linksbogen immer näher rückt. Die etwas steileren Hänge voller Schnee sollen für den Abstieg herhalten..

Nach knapp 3 Stunden heißt es BERG HEIL und es folgt ein glückliches Schweigen und Staunen, selbst der Hund scheint nun glücklich und zufrieden und genießt den Ausblick. 😀lagoz

Dieser Ausblick vom Largoz reicht vom Karwendel mit dem mächtigen Bettelwurf, weit hinauf ins Oberland und weit hinunter ins Unterland – bis zum Wilden Kaiser.

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Nach einer gemütlichen Rast voller Staunen und Schauen, folgt der wohlverdiente Abstieg. Ein Traum mit Schneeschuhen durch diesen Pulverschnee hinab zu rennen und diesen schlussendlich im Gesicht, unter der Kleidung und überall sonst zu haben!pulvertraum

Pulvertraum im Abstieg

Nun wartet die Sonnenbank vor der duftenden Almhütte und natürlich eine selbstmitgebrachte Jause. So lässt es sich leben!jause

Der weitere Abstieg folgt recht zügig der Aufstiegsroute.

Glücklich, müde und zufrieden… das machen halt doch nur die Berge!

Die Alternative zu Weihnachtskeksen liegt auf 1918 Metern über dem Meer

Sonntag, 1. Advent…der Blick aus dem Fenster trüb, der Wetterbericht noch trüber. Was tun? Zum Skifahren liegt zu wenig Schnee, Kekse backen endet im Kekse essen…Rucksack gepackt, Wanderschuhe an und los geht’s!

Direkt von der Haustür Richtung Thaurer Zunterkopf ist das spontane Ziel, vielleicht, denn bei dem Wetter sieht man eh nicht viel…dachte ich!

Direkt von Thaur geht es über das Romedius – Kirchlein in den Haselbergsteig Richtung Thaurer Alm. Immer gerade hinauf führt dieser Steig, genau das Richtige um dem Nebel zu trotzen und die dicke Winterjacke nach 5min auszuziehen! 🙂 Viele waren hier an diesem Tag wohl noch nicht unterwegs, denn unzählige Spinnweben gilt es zu „durchgehen“.die-letzte-meter-im-schlungaufstieg-im-toerl-schlung

Die letzten 10 min bis zur Thaurer Alm folgt man dem Forstweg. Ca. 1 1/2h später immer noch keine Spur von einer Aussicht heute in das Inntal oder in die Tuxer Alpen. Nur eine dicke graue Nebelsuppe, sonst nix – ob ich wirklich raufgehen soll bis zum Zunterkopf?

An der Thaurer Alm angelangt, geht es weiter oberhalb der Thaurer Klamm Richtung Törl. Ein Hauch von Sonne – stehen bleiben, genießen, weitergehen!

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Die Wanderbegleiter heute…

Steil hinauf über die Törlwiesen. Sicht gleich Null, zum Glück ist der Weg gut markiert und ein Versteigen kaum möglich. Links und rechts ein Knacken und Schnaufen – endlich treffe ich heute mal jemanden und dann auch noch ortskundige Gämse. 🙂

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Die letzten Meter im „Schlung“

                                                                                                                      Knapp vorm Törl wird die Sicht besser und ein Blick in das Halltal hinüber und auf die Wildanger– und Lattenspitze wird möglich. Leicht angezuckert blitzen sie immer wieder hervor, die ersten Aus –und Lichtblicke nach ca. zwei Stunden.

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Bettelwurf-Massiv

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Wildanger- und Lattenspitze

Vom Törl geht es rechter Hand in einen sichtbaren und markierten, aber unbeschilderten, Steig hinauf zum Thaurer Zunterkopf. (Achtung!! Hier nicht den unteren Pfad nehmen, der führt „nur“ zur Kaisersäule)

Noch ca. 20 min geht es zuerst steil, dann dem breitem Bergrücken entlang zwischen Latschen hindurch, auf das kleine Gipfelkreuz hinzu. Die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein und kurz bevor ich oben ankomme, wird mir klar, dass ich hier nun zwischen Nebel und Wolken stehe!

Der perfekte Moment – am perfekten Ort – heute!

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 Die Sicht reicht auch heute (manchmal) hinüber zum Glungezer, Lafatscherjoch, Bettelwurf, Haller Zunterkopf, Lattenspitze, Wilde Bande Steig,…. nur nie ins Tal, denn dort liegt die dichte graue Nebeldecke!

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Haller Zunterkopf

Genießen!

Nach einer Jause zwischen den Latschen in der Sonne und noch einmal den unerwarteten Ausblick genießen, geht es wieder hinunter. Heute denselben Weg, wie beim Aufstieg, denn für einen Abstecher zur Kaisersäule oder hinüber zum Haller Zunterkopf bleibt keine Zeit mehr – Weihnachtskekse und eine heiße Schokolade warten und schmecken nach 5 Stunden Frischluft umso besser!

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Beeindruckende Herbstwanderung auf’s Issjöchl

Am Samstag um acht Uhr morgens starten wir, noch bei leichtem Nebel im Tal unsere Tour auf’s Issjöchl. Taleinwärts im Wald, anfangs parallel der ehemaligen Mautstraße, dann neben dem erfrischenden Gebirgsbach  wandern wir über den Knappensteig bis nach St. Magdalena.

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Das malerisch gelegene St. Magdalena

Wir halten immer wieder Ausschau mit unseren Ferngläsern nach Gämsen, aber noch will sich keine zeigen. Gut gestärkt mit Jause und Getränken geht es ca. eineinhalb Stunden weiter über einen wildromantischen Bergweg  bis zum Issanger. Jeder ist beeindruckt von der atemberaubenden Schönheit dieser Hochebene. Ein wahres Naturschauspiel und eine, wegen dem perfekten Herbstwetter fast schon kitschige Kulisse.

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Wir bewundern Wiesen voller Herbstzeitlosen, Disteln, Bergflockenblumen, Schwalbenwurzenzian, verschiedene Beeren und vieles mehr, auch Gämsen zeigen sich uns immer wieder.

Nach unserer zweiten kurzen Rast am Issjöchl geht es fast nur mehr bergab, vorbei am König Max – Stollen bei den Herrenhäusern. Wir kehren auch kurz in die Obleitner – Kapelle ein, benannt nach ihrem Gestalter, dem bekannten Haller Bildhauer Karl Obleitner. Hier wacht die Heilige Barbara aber schon viel länger als Schutzpatronin aller Bergleute über das Salzbergwerk und die dort Beschäftigten.

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Die Obleitner-Kapelle beim König-Max-Stollen im Halltal

Danach geht es zurück nach St. Magdalena und über den Knappensteig retour zum Ausgangspunkt.

Um 14 Uhr sind alle glücklich und zufrieden wieder im Tal, beeindruckt von der wunderbaren Tiroler Bergwelt!

Die Route im interaktiven Ortsplan

 

 

0,0346 km² blaues, frisches Bergglück!

Möls See

Endlich ein warmer Sommertag am Wochenende. Nach kurzem Blick auf die Karte war klar, dass es heute kein Gipfel werden würde, sondern ein 16°C frischer Bergsee im hinteren Wattental – meine tierische Begleitung eingepackt und schon ging´s los!

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Meine Leckerlies dabei, dann bin ich startklar!

Mit Hundeleckerlies und Jause ausgerüstet, starteten wir vom Parkplatz Lager Walchen. Da es auf diesem Weg von Gebirgsbächen nur so wimmelt, ist die Runde Möls See eine perfekte Runde mit einem wanderfreudigen Hund im Sommer!

Kurz nach dem Kasernengebäude des Bundesheeres teilt sich der asphaltierte Weg. Hier weist uns ein Schild (eines der wenigen Schilder auf dieser Runde) den Weg nach rechts Richtung Mölser Niederleger und Mölser Hochleger. Flott geht es hinauf entlang des Forstweges. Schon bald säumen Zirben den Wegrand und kurz nach dem Mölser Niederleger wird der Blick zum Talschluss des Mölstals immer beeindruckender und malerischer.

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Talschluss mit Blick auf das Mölsjoch und hinten rechts die Naviser Sonnenspitze

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Blick hinaus auf das Karwendel

Nach gut 1 ¼ h erreichten wir den Mölser Hochleger. Hier den Abzweig zwischen den Almhütten hindurch nicht verpassen! Linker Hand führt der Weg nun an einem Bachlauf entlang steil hinauf zum Möls See.

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Die letzte Steilstufe hinauf zum Möls See

…in gut 20min brachten wir dieses etwas steilere Stück hinter uns…und schon war der Hund im See! 🙂

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Möls See – Zeit zum Rasten und Füße/Pfoten kühlen

Der Möls See liegt idyllisch eingebettet auf 2240m vor uns. Schnell waren die Schuhe ausgezogen und die Füße hineingestreckt. Brrrrrr herrrrrrrlich!!!

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Am östlichen Ende des Möls Sees folgte noch ein Anstieg von 100hm hinauf auf die Mölser Scharte 2379m. Der 360° Ausblick von hier oben…unbezahlbar!

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Blick auf den Möls See und die Kette der Seekarspitze – Sunntiger – Malgrübler – Haneburger

Wer hier noch nicht genug hat, kann noch den Mölser Berg 2479m in Angriff nehmen. Im stetigen auf und ab leicht zu erreichen –  leider muss man einen Großteil des Weges wieder retour gehen.

Wir genossen an diesem Tag lieber noch einmal die Aussicht von hier oben. Jausnen und schauen kann man ja nie genug!

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Blick in die Stubaier Alpen mit ihren vielen Gletschern

Irgendwann mussten wir uns von der grandiosen Aussicht trennen und zur Lizumer Hütte absteigen. Entlang von Übungs-Schützengräben und Murmeltierbauten muss man den Weg teilweise suchen, aber auch das ein oder andere Murmeltier zeigt dem Wanderer manchmal wo es lang geht – oder eben nicht. 🙂

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Die imposanten Tarntaler Köpfe und der Lizumer Reckner

Ab der Lizumer Hütte führt der Zirmweg in einer knappen ¾ h zurück zum Parkplatz Lager Walchen. Die schattenspendenden Zirben taten nun wirklich gut. Und auch das ein oder andere Bächlein wurde noch einmal genutzt.

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Der Zirmweg hinaus zum Lager Walchen

 Falls ihr mal wieder in unserer Region unterwegs seid – mit oder ohne Hund – ist diese Runde wirklich empfehlenswert! Die reine Gehzeit beträgt ca 5h, je nach Verweildauer am See kann diese natürlich schnell überschritten werden! 😀

Hinweis: Man befindet sich in militärischem Sperrgebiet – bittet achtet auf Hinweistafeln und checkt vorab die Schießzeiten!

Bergkäse & Almrosen: Auf Entdeckungstour in der Wattener Lizum

Neulich habe ich eine wunderschöne Wanderung in ein sehr ursprüngliches Gebiet unserer Region gemacht, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

Die Wanderung startet beim Parkplatz Lager Walchen. Entlang des Lizumer Zirbenwegs(auch Zirmweg genannt; nicht zu verwechseln mit dem Zirbenweg am Glungezer)geht es taleinwärts über Forstwege und Steige, bis man die Lizumer Hütte erreicht. Entlang des Lizumbachs führt die nicht zu anspruchsvolle Bergtour über wunderschöne Almwiesen und durch einen eindrucksvollen Zirbenwald.

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Beeindruckt von der Natur und einem atemberaubenden Panorama – speziell Zirben und, zur Zeit der Almrosenblüte, auch Almrosen prägen das Landschaftsbild der Wattener Lizum.

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A g’schmackiger Kas von der Alm

Kurz vor der Lizumer Hütte, zwischen Almhütten und Zirben findet man die Almkäserei Lizum, welche in einem Selbstbedienungskühlschrank „Lizumer Almkas“ und „Lizumer Kasermandl“ (Tilsiter) anbietet. Der Käse kann sowohl direkt bei der Käserei als auch im Großhandel erworben werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser jedoch deutlich besser schmeckt, wenn man den Ursprung des Käses selbst „erwandert“ hat.
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Rund um die Käserei grasen Kühe, welche sichtlich ihre Sommerfrische auf der Alm genießen. Je nach Wetterlage verbringen die Tiere ca. vier Monate im Jahr auf der Alm. Der Gedanke, dass aus der Milch dieser Kühe der gekaufte Käse produziert worden ist, lässt den Käse noch ein Stück besser schmecken als er bereits ist.

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 Von der Almkäserei aus sind es noch wenige Meter bis zum Ziel, der Lizumer Hütte. Nach einer gemütlichen, 2 1/4stündigen Wanderung über den Lizumer Zirbenweg genießt man einen atemberaubenden Ausblick von der Terrasse aus auf die umliegenden Gipfel der Tuxer Alpen.

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Frische Bergluft, saftig grüne Wiesen, rot bis rosa blühende Almrosen und das Geräusch der Kuhglocken lassen die Mühen des Aufstieges schnell vergessen.

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Gestärkt und eholt geht es über den Zirbenweg (gleiche Strecke) wieder zurück zum Parkplatz Lager Walchen. Für Wanderer die nur in eine Richtung wandern möchten, gibt es von Mittwoch bis Sonntag in der Sommersaison einen Hüttenzubringer (Shuttleservice). Ein wunderbares Erlebnis!

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GUT ZU WISSEN:

Bitte beachtet die Schießzeiten am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen

Neu: Seit Sommer 2016 kann man die Kristalle der Region Hall-Wattens erwandern, eine Tour führt in die Wattener Lizum

Kostenlose Wanderkarte der Region Hall-Wattens

Weitere Wanderungen in und durch die Wattener Lizum

 

Tiere im Herbst – so machen sie sich winterfit: Die Gämse

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Ob Kältestarre, Winterschlaf oder Urlaub im sonnigen Süden – jedes Tier, das bei uns heimisch ist, verbringt den Winter auf andere Weise. Im Herbst müssen die letzten Vorbereitungen dafür getroffen werden, um die kalte Jahreszeit gut zu überstehen.

Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

 

 

 

Teil 1: Die Gämse

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Aussehen

Die Gämsen gehören zum horntragenden Schalenwild und sowohl der Bock als auch die Geiß tragen Hörner, die nicht abgeworfen werden. Gämsen können bis zu 20 Jahre alt werden. Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – wechselt die Gams ihr Haarkleid. Im Winter ist sie fast schwarz.

Fortpflanzung

Gämsen leben in Rudeln zusammen. Es gibt Bockrudel und Geißrudel, die mit den Kitzen zusammen sind. Ihr Lebensraum ist das Gebirge. Im November findet die Brunft (Paarungszeit) statt, bei der die Böcke ihr Revier und ihre Geißen verteidigen. Im Mai bzw. Juni wird dann meist ein Kitz geboren (gesetzt). Gämse (rupicapra rupicapra) 20131208_Karwendeltal_Franz (5)

Nahrung 

Gämsen fressen vorwiegend Kräuter, Blumen, Flechten und Moose.

Gefahren

Gefahren für die Gämsen sind vor allem schneereiche Winter, Krankheiten, eine feuchtkalte Witterung in der Setzzeit und die natürlichen Feinde wie der Adler, der Uhu, der Fuchs, der Marder und der Kolkrabe.

Besonderheiten

– An den „Krucken“ (Hörnern) kann man das Alter der Gams durch Zählen der Jahresringe bestimmen, die durch das Wachstum zwischen April und November entstehen.

– Das typische Salzlecken ist eine wichtige Hegemaßnahme für den Haarwechsel des Wildes. 

– Wenn Gefahr droht, stößt die Gams einen lauten Warnpfiff aus, in der Brunft kann man das typische „Blädern“ (Ruf nach der Geiß, also der weiblichen Gämse) hören. 

Die Gämse im Winter:

Die Gämse muss im Winter mit ihrer Energie gut haushalten, was für die Tiere eine große Herausforderung darstellt. Sie hat dazu folgende „Strategien“ entwickelt:Gämse (Rupicapra rupicapra)_S.Hoelscher_001

– Gämsen wechseln ihr Fell im Spätsommer zu einem dunklen Winterkleid, welches vor Wärmeverlust schützt.

– Die Tiere verringern die Durchblutung der äußeren Körperteile. Dadurch kühlen diese aus und es wird nur mehr der Kern des Körpers auf hoher Temperatur gehalten. Außerdem lässt sie sich oft einschneien.

– Durch das dadurch entstandene Stoffwechseltief können Beunruhigungen wie Schifahrer, Tourengeher oder Schneeschuhwanderer für das Wild lebensbedrohlich sein.

Achtung: Man sollte generell in der kalten Jahreszeit darauf achten, dass man die Tiere in ihrem Lebensraum nicht stört. Die Energie, die sie für eine Flucht aufwenden müssen, kann für die Tiere unter Umständen tödlich sein!

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel, Fotografen: Hermann Sonntag, Sina Hölscher

Wunderschöne Wanderung im Herbst: Der Zirbenweg

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Zirbenweg

Vergangenes Wochenende war ich am Zirbenweg – und es war wunderschön! Manchmal ist es wirklich kaum zu glauben, welche tollen Plätze vor der Haustüre liegen.

Der Weg beginnt oberhalb vom Panoramarestaurant am Patscherkofel und führt dann ca. 6 Kilometer lang bis knapp vor die Tulfeinalm. Er ist sehr leicht zu begehen, es sind nur ca. 200 Höhenmeter insgesamt (!) zu „überwinden“.

Wenn man sich Zeit lässt und gemütlich wandert, braucht man ca. zweieinhalb Stunden. Ich würde aber auf jeden Fall mindestens einen halben Tag für die Tour einplanen, weil es einfach schade wäre, würde man an den zahlreichen Rastplätzen (viele davon ganz neu gemacht) und Aussichtspunkten vorbeilaufen.

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Viggarspitze

Eine Alternative für Sportliche: Ein kleiner Gipfelsieg auf der Viggarspitze (2306 m) – hier zweigt man ab dem Patscherkofel – Einstieg nach ca. 25 min. rechts ab. Hinauf braucht man ca. eine halbe Stunde, dann geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück auf den Zirbenweg.

Ich habe das Zirbenweg – Rundwanderticket benutzt, welches eine Berg- und eine Talfahrt mit der Glungezerbahn bzw. Patscherkofelbahn sowie die Busfahrt Glungezerbahn  – Patscherkofelbahn Talstation oder umgekehrt enthält. So kann man kostenlos an einer der beiden Talstationen parken und dann bequem mit dem Bus wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren. Das Ticket kostet für Erwachsene € 23.-, für Kinder € 13,50 und für Jugendliche bzw. Senioren € 20.-. Man spart sich dadurch z.B. bei einem Erwachsenen fast fünf Euro.

Tipp: Nehmt die Patscherkofelbahn für den Aufstieg, dann könnt ihr am Ende des Wegs in der Tulfeinalm oder im Halsmarter – Restaurant einkehren und die köstlichen Knödel, Süßspeisen und natürlich Klassiker wie Wiener Schnitzel usw. probieren mmmmh 🙂

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Die Öffnungszeiten für die Bergbahnen sowie alle anderen Infos findet ihr hier