Ausblick. Weitblick. Tiefblick.

Atemberaubende Tiefblicke und Einblicke in das Karwendel, in die Region Hall- Wattens, zur Stadt Innsbruck, in das Wipptal, Stubaital und das Inntal sollten uns erwarten. Und obwohl wir viel in den Bergen unterwegs sind, war dieses sicherlich eine der Wanderung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird und von der wir lange zehren…. Wir, das sind an diesem Tag 6 Wanderer und unser Wanderhund Basil.

Gestartet sind wir mit der Nordkettenbahn in Innsbruck. Der Himmel strahlend blau waren wir an diesem Tag nicht die einzigen, aber einige der wenigen mit Bergschuhen und Wanderrucksack. 😉 Bis zum Hafelekar lassen wir uns hochgondeln, danach geht es gleich in östlicher Richtung endlich los… Der Goethe Weg!

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Am Goethe Weg

Immer wieder lassen uns die fantastischen Tiefblicke eine Pause einlegen. Kaum satt sehen können wir uns an dieser Vogelperspektive.

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Tiefblick in das Inntal

Nach einer guten halben Stunde wechselt der Weg dann auf die Nordseite der Karwendelkette und mit ihm wechselt auch der Ausblick. Ein schroffer, felsiger, grauer Karwendelgipfel reiht sich an den Nächsten.

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Irgendwo im Karwendel

Die rauhen Berge, der blaue Himmel, das Grün der Latschen und Wiesenflächen in dem sie enden… wir könnten es nicht schöner malen und Goethe hätte es nicht schöner in einem Gedicht verfassen können.

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Um die Mandlspitz herum

Wüssten wir nicht, dass wir noch ein gutes Wegstück vor uns hätten, wir würden ewig stehen bleiben und staunen. Hinter jeder Kurve, jedem Aufstieg und jeder Schutthalde ein neuer atemberaubender Ausblick!

Ein letzter Anstieg erwartet uns zur Mandlscharte. Von hier schauen wir nun in die grüne Pfeis, die schroffe Arzler Scharte, auf Innsbruck und auf die Nordseite der steil aufragenden Rumerspitze mit ihrem mächtigen Westgrad. Eine ganze Weile machen wir es uns nach dem kurzen Abstieg von der Scharte im Grün der Pfeis gemütlich. Kräfte tanken, ausruhen, staunen…

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Abstieg von der Mandlscharte

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Von hier könnte man in 40min zur Pfeishütte absteigen, aber wir wollen heute lieber die schwindelfreien Bergsteiger auf dem Westgrad der Rumerspitze beobachten und weiter staunen.

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Die Rumerspitze

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Arzlerscharte

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Oberhalb der Pfeis queren wir die Rumerspitze in ihrer nordseitigen Flanke…

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Entlang der Rumerspitze

… bis wir nach ca 40min zum Kreuzjöchl kommen. Der Tagesgipfel wenn man so will, mit gigantischen Ausblicken!

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Blick Richtung Stempeljoch

Vom Kreuzjöchl steigen wir nun hinab. Zuerst über ein Geröllfeld geht es dann hinunter in einen latschenbewachsenden Steig, der uns zur Vintl Alm führt. In einer 3/4 Stunde kommen wir beim Toni auf der Vintl Alm an.

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Vintl Alm

Hunger haben wir nicht – aber ein großes Glas Apfelsaft bitte! Der Toni bringt es uns alles schnell herbei und nunja, für ein Stück selbstgemachten Zwetschkenkuchen ist dann doch Platz!

Verlassen tun wir die Vintl Alm heute ungern, zu schön ist der Blick von heroben… aber das Wetter scheint sich vom Westen her zu verändern und so steigen wir mit unseren müden Beinen weiter über die Thaurer Alm nach Thaur ab.

Ein rundum gelungener Bergtag geht zu Ende und alle sind wieder gesund im Tal angekommen… passender für diesen Tag kann Goethe es in einem Zitat nicht verfassen:

„Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832)

 

 

 

Der Glungezer-Höhenweg: Wanderung auf der ruhigen Seite des Hausberges

Entschleunigt, bevor wir überhaupt einen Schritt gegangen sind. Der Pulsschlag schon ruhig und regelmäßig obwohl wir nicht den Zirbenweg entlang gehen…

Es war ein Traumtag, letzten Sonntag, Mitte August, am Glungezer- Höhenweg.

Vereinfacht gesagt findet man diesen traumhaften Weg mit seinen atemberaubenden Ausblick auf der anderen Seite des Berges parallel zum Zirbenweg verlaufend. Ein bisschen mehr Kondition und Kräfte verlangt er uns schon ab, als eben dieser, aber es lohnt sich!

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Der nostalgische Glungezer-Einzelsessellift

Hinauf geht es mit der Glungezerbahn von Tulfes aus, der gemütliche Teil dieser Höhenweg – Runde. Nach dem Ausstieg bei der Bergstation verlassen wir die Gruppen an Wanderern, die sich heute auf unserem Hausberg tummeln und zweigen gleich links in einen kleinen Weg ab. Dieser führt uns über den Rücken des Schartenkogels in eine immer bizarrer werdende Landschaft hinauf zum Schartenkogel.

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Ausblick vom Schartenkogel

Anfangs zwischen einzelnen Zirbenbäumen, Latschen und Heidekraut wandernd, finden wir uns weiter oben zwischen riesigen Gesteinsblöcken wieder, bis wir nach gut 45 Minuten den Schartenkogel erreichen.

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Ausblick auf die Nordkette

Von hier sehen wir schon, welcher Anstieg uns nun noch hinauf zum Glungezer erwartet. Der Weg ist allerdings sehr kurzweilig und so bringt man auch diese Dreiviertelstunde recht zügig hinter sich.

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Schartenkogel

Angekommen auf dem Glungezer finden wir an diesem Tag ein traumhaftes Panorama vor. In alle Richtungen des Inntals können wir weit blicken und selbst Richtung Süden und in das Viggartal schweift der Blick heute ungetrübt.

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Blick Richtung Unterland

Nach einer kurzen Rast auf der Glungezerhütte folgt ein kurzer Abstieg auf die Seite des Viggartals. Hier treffen wir nun auf den leider viel zu wenig beachteten Glungezer – Höhenweg, der parallel zum Zirbenweg, nur eben auf der anderen Bergseite verläuft. Ganz anders als der Zirbenweg ist man hier nahezu alleine auch an diesem Tag und kann die Murmeltiere zwischen den Felsblöcken suchen.

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Viggarspitze

Nach gut 1 ½ Stunden ohne große Höhenunterschiede kommen wir an der Abzweigung zur Viggarspitze an. Nach weiteren zehn Minuten stehen wir auch schon oben und genießen den Blick herunter in das Inntal. Hier oben ist nun wirklich Zeit für eine ausgiebige Rast.

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Gipfelkreuz Viggarspitze

Der Abstieg von der Viggarspitze fällt uns heute schwer. Zu schön ist die Aussicht und die Ruhe und nach dem Abstieg stoßen wir schon bald auf den Zirbenweg. Hinaus geht es nach Boscheben und weiter zur Patscherkofelbahn. Noch einmal lassen wir uns entschleunigen und gondeln zufrieden ins Tal hinab…

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Blick Richtung Patscherkofel

Steinkasern mit dem E-Bike

Unsere begeisterten E-Bike Freunde haben uns am letzten Sonntag zu einer E-Bike Tour nach Steinkasern im Voldertal eingeladen. Da wir selbst keine E-Bikes besitzen haben wir uns zwei Räder ausgeliehen. (Bike Box Hall in Tirol)

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Das E-Bike Team bei einer kleinen Fotopause am Klausboden im Voldertal. Rechts im Bild rauscht der Volderwildbach ins Tal.

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„… ohne E-Bike wäre mir die Tour vielleicht zu anstrengend geworden. Gott sei Dank habe ich Strom!“ So kann ich die wunderbare Almrosenblüte besser bewundern.

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Angekommen im malerischen „Almdörfl“ – alle Anstrengung wert!

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Die traditionellen „Stoanhütten“ im Voldertal.

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Es gibt auch kühle Getränke! Speziell an einem Heißen Tag genießt man bei einer atemberaubenden Aussicht Kaltes aus dem Brunnen.

Tipp: der Brunnen eignet sich auch perfekt als Kneippbecken.

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Von hier aus geht es weiter zum Naviser Jöchl. Im Sommer werden auf dem höher gelegenen Plateau die Kühe gemolken (Melkplatz).

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Auch zu Fuß kann man das Almdorf über einen Steig von der Voldertalhütte aus gut erreichen. Markierung über Schwarzbrunn. Eine besonders schöne grüne Ebene.

Voldertalhütte

Das Wiener Schnitzel hat nach der Anstrengung besonders gut geschmeckt.

Wer denkt „Eine E-Bike Tour sei nicht anstrengend“ hat sich geirrt. 😉

Wander- und Radkarten erhalten Sie in allen Informationsbüros der Tourismusregion Hall-Wattens.

Es blüht so grün, wenn…

Galerie

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

… wenn der Schnee im Frühling schmilzt! Dann nämlich wagen sich einige wunderschöne Frühlingsblumen heraus -und wir können sie im … Weiterlesen

Die Alternative zu Weihnachtskeksen liegt auf 1918 Metern über dem Meer

Sonntag, 1. Advent…der Blick aus dem Fenster trüb, der Wetterbericht noch trüber. Was tun? Zum Skifahren liegt zu wenig Schnee, Kekse backen endet im Kekse essen…Rucksack gepackt, Wanderschuhe an und los geht’s!

Direkt von der Haustür Richtung Thaurer Zunterkopf ist das spontane Ziel, vielleicht, denn bei dem Wetter sieht man eh nicht viel…dachte ich!

Direkt von Thaur geht es über das Romedius – Kirchlein in den Haselbergsteig Richtung Thaurer Alm. Immer gerade hinauf führt dieser Steig, genau das Richtige um dem Nebel zu trotzen und die dicke Winterjacke nach 5min auszuziehen! 🙂 Viele waren hier an diesem Tag wohl noch nicht unterwegs, denn unzählige Spinnweben gilt es zu „durchgehen“.die-letzte-meter-im-schlungaufstieg-im-toerl-schlung

Die letzten 10 min bis zur Thaurer Alm folgt man dem Forstweg. Ca. 1 1/2h später immer noch keine Spur von einer Aussicht heute in das Inntal oder in die Tuxer Alpen. Nur eine dicke graue Nebelsuppe, sonst nix – ob ich wirklich raufgehen soll bis zum Zunterkopf?

An der Thaurer Alm angelangt, geht es weiter oberhalb der Thaurer Klamm Richtung Törl. Ein Hauch von Sonne – stehen bleiben, genießen, weitergehen!

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Die Wanderbegleiter heute…

Steil hinauf über die Törlwiesen. Sicht gleich Null, zum Glück ist der Weg gut markiert und ein Versteigen kaum möglich. Links und rechts ein Knacken und Schnaufen – endlich treffe ich heute mal jemanden und dann auch noch ortskundige Gämse. 🙂

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Die letzten Meter im „Schlung“

                                                                                                                      Knapp vorm Törl wird die Sicht besser und ein Blick in das Halltal hinüber und auf die Wildanger– und Lattenspitze wird möglich. Leicht angezuckert blitzen sie immer wieder hervor, die ersten Aus –und Lichtblicke nach ca. zwei Stunden.

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Bettelwurf-Massiv

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Wildanger- und Lattenspitze

Vom Törl geht es rechter Hand in einen sichtbaren und markierten, aber unbeschilderten, Steig hinauf zum Thaurer Zunterkopf. (Achtung!! Hier nicht den unteren Pfad nehmen, der führt „nur“ zur Kaisersäule)

Noch ca. 20 min geht es zuerst steil, dann dem breitem Bergrücken entlang zwischen Latschen hindurch, auf das kleine Gipfelkreuz hinzu. Die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein und kurz bevor ich oben ankomme, wird mir klar, dass ich hier nun zwischen Nebel und Wolken stehe!

Der perfekte Moment – am perfekten Ort – heute!

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 Die Sicht reicht auch heute (manchmal) hinüber zum Glungezer, Lafatscherjoch, Bettelwurf, Haller Zunterkopf, Lattenspitze, Wilde Bande Steig,…. nur nie ins Tal, denn dort liegt die dichte graue Nebeldecke!

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Haller Zunterkopf

Genießen!

Nach einer Jause zwischen den Latschen in der Sonne und noch einmal den unerwarteten Ausblick genießen, geht es wieder hinunter. Heute denselben Weg, wie beim Aufstieg, denn für einen Abstecher zur Kaisersäule oder hinüber zum Haller Zunterkopf bleibt keine Zeit mehr – Weihnachtskekse und eine heiße Schokolade warten und schmecken nach 5 Stunden Frischluft umso besser!

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Wanderung Blaue Seen – G´schriebener Stoan

Nach dem Motto „Morgenstund´ hat Gold im Mund´“ starten wir pünktlich um 8.30 Uhr ab Tulfes mit der Glungezerbahn in Tulfes. Wir, das sind Robert, Klaus, Sonja und Anita.

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Das Wanderquartett: Anita, Robert, Klaus und Sonja

Der Aufstieg mit den beiden Sesselliften entschleunigt uns endgültig – man hat das Gefühl, anschieben zu müssen (!) – und lässt uns die fantastische Aussicht auf Inntal und Karwendelgebirge so richtig genießen! In eineinhalb Stunden geht es von der Tulfein Alm über den Sommerweg bzw. Osthang auf den Glungezer Gipfel auf 2677m. Der Rundblick ist einfach nur schön!

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Am Glungezergipfel

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Schafe am Glungezer

Robert drängt zum Weitermarsch Richtung Grat über den Gamslahner Spitz´ weiter über das Kreuzjöchl, wo wir nach etwa einer halben Stunde Kraxelns über Stock und vor allem Stein zu den Blauen Seen absteigen. Eine Herde Schafe schaut uns ziemlich verdutzt an. Außer uns ist spätestens seit dem Gipfel kein Mensch mehr unterwegs.

Plötzlich sieht man vier Seen von oben, die sogenannten Blauen Seen, die im herbstlichen Licht zwar eher smaragdgrün ausschauen, aber in jedem Fall zu einem hochalpinen Bad auf 2240m einladen.

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Blaue Bergseen

Immerhin hat es hier oben noch 25 Grad. Nach insgesamt 2,5 Stunden haben wir uns unsere Jause wirklich verdient, unsere Haxen spüren wir auch, das Gehen auf Schieferplatten ist zwar nicht unbedingt angenehm aber dafür abenteuerlich und – einmal überstanden – ein Grund, stolz zu sein, es geschafft zu haben.

Bei Speck, Salami, Bergkäse und Bauernbrot, einem Zirbenschnapserl und Beerensaft lässt es sich leben… der Blick über die Seen Richtung Karwendelgebirge ist der Wahnsinn, die Wolken spiegeln sich im Wasser, es ist still, wir hören nur die Kolkraben und sind umgeben von einem Meer aus Disteln. Keine Menschenseele außer uns, und das an einem der stärksten Wandertage der Saison!

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Fantastisches Bergpanorama

Ein Stückerl weiter Richtung Zirbenweg kommen wir am sogenannten „G´schriebenen Stoan“ vorbei. Wir entdecken zwar Zeichen, die wirklich alt sein könnten, sind uns aber nicht sicher… Energie verspüren wir auf jeden Fall, ob die allerdings der guten Jause, dem traumhaften Wetter und der netten Gesellschaft zuzuschreiben ist oder wirklich dem Stein, bleibt wohl ewig ein Rätsel. 🙂

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Der „Gschriebene Stoan“

Nach einem Blick auf die Uhr machen wir uns auf den Weg. Ein „Galter“ rät uns zu einer Abkürzung hinauf und zurück zum Glungezer Steig. Nach weiteren 200 Höhenmetern sind wir wieder auf der Höh´ und gehen Richtung Neuner Spitz´ Boden weiter, hinunter auf den Zirbenweg, von wo wir ziemlich flott Richtung Tulfein Bergstation zurückmarschieren, um die letzte Bahn noch zu erwischen.

Freundlicherweise wartet der Liftangestellte auf uns und mit ihm sechs weitere Kollegen. Ein Dank der Glungezerbahn und ihrer Belegschaft! Ins Tal hätten wir es nach 6,5 Stunden reiner Gehzweit wohl nicht mehr geschafft…  vor allem Sonja, die auch noch beide Schuhsohlen verliert!

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Hilfe! Die Fußsohlen lösen sich!

Was für eine Hetz´! Sonja (un)chained… wir lassen den Tag gemütlich bei leckerem Kuchen und Kaffee im Larchenhüttl ausklingen. Heute werden wir sicher gut schlafen!

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…und ab sind sie…

Außergewöhnlich in den Alpen übernachten: Im Biwag auf 2.610 Meter Meereshöhe

Wanderer und Bergfreunde erwartet bei der Glungezerhütte in den Tuxer Alpen eine neue, ungewöhnliche Schlafmöglichkeit: Das Biwak-Schlaflager „Roman“ erweitert die Übernachtungsmöglichkeiten auf der beliebten Glungezerhütte.

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Das neue Biwag bei der Glungezerhütte, Tuxer Alpen, Tirol/Österreich (2.610 m Seehöhe)

Die bekannte Hütte des Alpenvereins Hall in Tirol liegt an einem international bedeutsamen alpintouristischen Kreuzungspunkt: Es passieren hier Wanderer des sehr beliebten Inntaler Höhenwegs, Fernwanderer der Routen Triest & Monaco (Via Alpina), München  & Venedig (Traumpfad), Garmisch & Cortina (Olympiaweg), Innsbruck & Brixen (Europaweg), Wilder Kaiser & Arlberg (Adlerweg) sowie Pilger auf der Wallfahrtsroute Absam nach Maria Trens bei Sterzing.

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„Das Interesse der Tagesgäste am Biwak ist enorm“, berichten Gerald Aichner vom Österreichischen Alpenverein und Hüttenwirt Gottfried Wieser, der auch die Biwag-Gäste mit seiner ausgezeichneten Küche begeistert.
Vom Glungezergipfel bietet sich Wanderern eine fantastische Panorama-Aussicht auf rund 500 Alpengipfel vom Großglockner bis Zugspitze, vom Karwendel bis zu den Dolomiten und der Wildspitze.

Im Winter gehört die Glungezerhütte neben der Lizumerhütte in der nahen Wattener Lizum zu den Fixpunkten für Skitouren-Geher. Mit eigener LVS-Trainingsanlage ausgestattet, bilden die Lawinenausbildung, Vorbeugung und das Training mit LVS-Geräten ein wichtiges Angebot.

0,0346 km² blaues, frisches Bergglück!

Möls See

Endlich ein warmer Sommertag am Wochenende. Nach kurzem Blick auf die Karte war klar, dass es heute kein Gipfel werden würde, sondern ein 16°C frischer Bergsee im hinteren Wattental – meine tierische Begleitung eingepackt und schon ging´s los!

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Meine Leckerlies dabei, dann bin ich startklar!

Mit Hundeleckerlies und Jause ausgerüstet, starteten wir vom Parkplatz Lager Walchen. Da es auf diesem Weg von Gebirgsbächen nur so wimmelt, ist die Runde Möls See eine perfekte Runde mit einem wanderfreudigen Hund im Sommer!

Kurz nach dem Kasernengebäude des Bundesheeres teilt sich der asphaltierte Weg. Hier weist uns ein Schild (eines der wenigen Schilder auf dieser Runde) den Weg nach rechts Richtung Mölser Niederleger und Mölser Hochleger. Flott geht es hinauf entlang des Forstweges. Schon bald säumen Zirben den Wegrand und kurz nach dem Mölser Niederleger wird der Blick zum Talschluss des Mölstals immer beeindruckender und malerischer.

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Talschluss mit Blick auf das Mölsjoch und hinten rechts die Naviser Sonnenspitze

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Blick hinaus auf das Karwendel

Nach gut 1 ¼ h erreichten wir den Mölser Hochleger. Hier den Abzweig zwischen den Almhütten hindurch nicht verpassen! Linker Hand führt der Weg nun an einem Bachlauf entlang steil hinauf zum Möls See.

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Die letzte Steilstufe hinauf zum Möls See

…in gut 20min brachten wir dieses etwas steilere Stück hinter uns…und schon war der Hund im See! 🙂

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Möls See – Zeit zum Rasten und Füße/Pfoten kühlen

Der Möls See liegt idyllisch eingebettet auf 2240m vor uns. Schnell waren die Schuhe ausgezogen und die Füße hineingestreckt. Brrrrrr herrrrrrrlich!!!

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Am östlichen Ende des Möls Sees folgte noch ein Anstieg von 100hm hinauf auf die Mölser Scharte 2379m. Der 360° Ausblick von hier oben…unbezahlbar!

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Blick auf den Möls See und die Kette der Seekarspitze – Sunntiger – Malgrübler – Haneburger

Wer hier noch nicht genug hat, kann noch den Mölser Berg 2479m in Angriff nehmen. Im stetigen auf und ab leicht zu erreichen –  leider muss man einen Großteil des Weges wieder retour gehen.

Wir genossen an diesem Tag lieber noch einmal die Aussicht von hier oben. Jausnen und schauen kann man ja nie genug!

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Blick in die Stubaier Alpen mit ihren vielen Gletschern

Irgendwann mussten wir uns von der grandiosen Aussicht trennen und zur Lizumer Hütte absteigen. Entlang von Übungs-Schützengräben und Murmeltierbauten muss man den Weg teilweise suchen, aber auch das ein oder andere Murmeltier zeigt dem Wanderer manchmal wo es lang geht – oder eben nicht. 🙂

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Die imposanten Tarntaler Köpfe und der Lizumer Reckner

Ab der Lizumer Hütte führt der Zirmweg in einer knappen ¾ h zurück zum Parkplatz Lager Walchen. Die schattenspendenden Zirben taten nun wirklich gut. Und auch das ein oder andere Bächlein wurde noch einmal genutzt.

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Der Zirmweg hinaus zum Lager Walchen

 Falls ihr mal wieder in unserer Region unterwegs seid – mit oder ohne Hund – ist diese Runde wirklich empfehlenswert! Die reine Gehzeit beträgt ca 5h, je nach Verweildauer am See kann diese natürlich schnell überschritten werden! 😀

Hinweis: Man befindet sich in militärischem Sperrgebiet – bittet achtet auf Hinweistafeln und checkt vorab die Schießzeiten!

Neue Attraktionen am Piepmatzweg

Mit dem großen Piepmatz-Kinderfest wurde die Sommersaison 2016 am Vögelsberg eingeläutet: Knapp 1000 begeisterte Kinder und Erwachsene nutzten die Gelegenheit für einen Besuch des attraktiven Erlebnisweges.

Piepmatz Kletterburg

Piepmatz Kletterburg

 

 

 

Drei neue tolle Attraktionen warten am Piepmatzweg diesen Sommer. Die imposante Piepmatz-Kletterburg lässt die Herzen der kleinen Kletterfans höherschlagen. Über ein dichtes Kletternetz lässt sich der Gipfel der Kletterburg erstürmen. Für Adrenalin sorgt ebenfalls der Flying Piepmatz: Passend zum Namen können Kinder frei wie ein Vogel entlang des neuen Flying Piepmatz schweben. Herrlich ausspannen lässt es sich dagegen am neune Piepmatz Picknickplatz. An außergewöhnlichen Steintafeln und witzigen Holzsitzen lässt sich hier genüsslich eine kleine Jause genießen.

Flying Piepmatz

Flying Piepmatz

Der beliebte Piepmatzweg bietet darüberhinaus zwölf weitere Stationen entlang der Naturrodelbahn. Mittels themenbezogener Spielinstallationen wird die Legende vom Vögelsberg – also die Geschichte der Piepmatze und der Riesen – zum Leben erweckt.Wandern, Entdecken, Staunen, Spielen und die Natur erleben – lautet das Motto.

Piepmatz Picknick Platz

Piepmatz Picknick Platz

Der Aktivpark Vögelsberg bietet darüberhinaus unter anderem einen abwechslungsreichen Fitnessparcour, Nordic Walking – Strecken, die prähistorische Siedlung Himmelreich und den beliebten Historischen Rundwanderweg.

Aussichtsplattform Wattens

Aussichtsplattform Wattens

 

 

 

 

 

Zuletzt ein Geheimtipp: Keinesfalls verpassen sollte man einen Besuch auf der fantastischen Aussichtsplattform hoch über Wattens mit beeindruckenden Fernblick über das Inntal. Außerdem lässt sich eine spannende Zeitreise machen, da mittels historischer Aufnahmen die Siedlung Wattens im Jahre 1920 und heute aus der Vogelperspektive verglichen werden kann.

 

 

750 Jahre alte Zirbe ist der älteste Baum Tirols

 Viele von euch kennen sicher den Zirbenweg oberhalb von Hall und Innsbruck – er ist einer der beliebtesten Wanderwege im Inntal und auch sehr familienfreundlich. Alle Infos zum Zirbenweg gibt es hier. Doch was die meisten bis jetzt nicht wussen: Ein wahrer „Baum-Methusalem“ befindet sich unweit des Zirbenwegs!

Hoch über der mittelalterlichen Stadt Hall in Tirol befindet sich seit gut 750 Jahren die Heimat des ältesten lebenden Baumes in Tirol: die nicht über Wege zugängliche Zirbe steht inmitten der 26 Hektar großen Naturwaldzelle „Ampasser Kessel“ in unberührter Natur. Aufgrund der Unzugänglichkeit des Areals war das Gebiet über die Jahrhunderte für Holznutzung nicht interessant und blieb so glücklicherweise in ihrer Ursprünglichkeit erhalten.

Der älteste Baum Tirols steht nahe des Zirbenwegs.

Der älteste Baum Tirols steht nahe des Zirbenwegs.

Der außergewöhnliche Baum hat im Laufe seines Lebens eine große Anzahl von geschichtlichen „Großereignissen“ überdauert: Die Entdeckung von Amerika, die Erfindung des Buchdrucks, viele Kriege, den heroischen Andreas Hofer… die Liste könnte endlos fortgeführt werden. Er ist auch älter als das bekannteste Adelsgeschlecht Österreichs, die Habsburger. Unser Baum – Oldie wuchs bereits vor(!) der Gründung der Habsburger Dynastie im Jahre 1273 als junger Sprössling heran.

Der Baum ist seit den 1920er Jahren als Natudenkmal ausgezeichnet.

Der Baum ist seit den 1920er Jahren als Natudenkmal ausgezeichnet.

Vor knapp 90 Jahren wurde die Zirbe dann schon 1926 als Naturdenkmal ausgezeichnet. Der Baum beheimatet auch zahlreiche Pflanzenarten; so geben verschiedenartige Flechten, die für eine sehr reine Luftqualität sprechen, dem Methusalem ein archaisches Aussehen. Auch mehrere Spechtfamilien haben die 1.880 Meter hoch gelegene Zirbe mit ihren Nisthöhlen als Brutplatz auserkoren: Neben Buntspechten leben auch Schwarz- und Dreizehenspechte in dem unberührten Naturraum.