Gefeierter Abschluss des Osterfestival Tirol 2015

Mit der Österreich-Premiere der Akram Khan Company endete das 27. Osterfestival Tirol am Ostersonntag mit einem fulminanten Tanzabend.

Unter dem Motto „Mut“ lud das Festival über 150 Künstler und Mitwirkende aus der ganzen Welt ein, die Hall und Innsbruck zu einem Zentrum der Begegnung verwandelten. Das Thema des Osterfestival Tirol zog sich auf unterschiedlichste Weise durch alle künstlerischen Ausdrucksformen: Musik, Tanz, Performance, Film und Gespräche.Dubois_4

Mit einer Auslastung von 93% und vielen ausverkauften Veranstaltungen kann das Festival auf eine der erfolgreichsten Edition zurückblicken. In den über 40 Veranstaltungen zwischen dem 10. März und dem 05. April gab es viele Höhepunkte, darunter österreichische Erstaufführungen, eigens für das Festival erarbeitete Programme und eine Uraufführung. Zu den Stars der Kunstwelt wie Jordi Savall, Akram Khan, Anish Kapoor und Olivier Dubois gesellten sich junge, aufstrebende Ensembles wie La Camera delle Lacrime, Maud Le Pladec und Künstler aus Tirol. Ein Schwerpunkt des Osterfestival Tirol sind eigens für das Festival entwickelte Produktionen von internationalen Choreographen und Musikern mit Tiroler Künstlern. Etwa die Hälfte der Beteiligten kam dieses Jahr aus Österreich und Tirol.

Osterfestival Tirol 2015 – Passion und Auferstehung der Ostkirchen

Am Freitag, den 27. März 2015 findet im Salzager in Hall in Tirol im Zuge des Osterfestival Tirols eine besondere Veranstaltung statt:

Passion und Auferstehung der Ostkirchen

Fr 27.03.2015 | Hall, Salzlager – 20.15 Uhr

Sœur Marie Keyrouz
Ensemble Vocal de la Paix
Adham Chalhoub, Jihad Boukaram, Joe Abinader, Pierre Abdeljalil, Fadi Makhlouf, Abdo Haydamous, Walid Bou Jaeoudé150327_MarieKeyrouz_1_Foto_Kuenstler

Seit Jahren bemüht sich die aus dem Libanon stammende und in Paris lebende Soeur Marie Keyrouz um interreligiöses Verständnis und Offenheit der Kulturen im Umgang miteinander. 1984 gründete sie ihr Ensemble Vocal de la Paix, Sänger und Musiker aus den verschiedenen Regionen Libanons, als gelebten Beitrag zum Frieden in ihrem Land. Mit ihrer außergewöhnlichen Stimme (von der UNESCO bereits zur „Stimme des Jahres“ gekührt) gelangt sie in die Herzen des Publikums und eröffnet ihm die archaische Kraft der Musik des Nahen Ostens: von traditionellen Gesängen der Maroniten über byzantinisch-melkitische bis hin zu Liedern in arabischer Sprache und Musikform. Die ihr eigene Charakteristik erscheint dem westlichen Hörer im Allgemeinen fremdartig, mystisch.

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Basis der Tradition ist die Improvisation. Mit ihr soll das Unaussprechliche zum Ausdruck gebracht werden. Musik, die aus dem Glauben entsteht und für den Nächsten bestimmt ist. Sie gibt Aufschluss über den Sänger, sein Bekenntnis, basiert auf Emotion und der Möglichkeit des stimmlichen Ausdrucks.

Mit ihren Konzerten finanziert Soeur Marie Keyrouz mehrere Waisenhäuser im Libanon.

Tickets für diese Veranstaltung des Osterfestival 2015

Alle Informationen zum Osterfestival Tirol 2015

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Konzert: Liebe – was sonst?

Mittwoch, 05. Februar 2014, Kurhaus Hall in Tirol

Die Verbindung von Musik und Poesie steht im Zentrum dieses unglaublichen Abends der Veranstaltungsreihe musik+. Klassisch persische Musik steht in Verbindung mit dem kunstvollen Vokalstil der Renaissance. Beginn: 20.15 Uhr

Liebe — was sonst?

Machaut (einer der großen Komponisten des 14. Jahrhunderts) meinte schon, dass ein Gedicht nur über den hörbaren Ausdruck wirkt. Poesie ist grundlegendes Element der Musik des Orients, sie bestimmt den Rhythmus und die ausgedrückten Gefühle der (meist religiösen) Gesänge. Das zeigen ein in Paris lebendes persisches Ensemble und belgische Musiker im Dialog zweier eng mit Dichtung verbundener musikalischer Traditionen des Hochmittelalters.

Von Persien bis Europa

Das Ensemble Delgocha entstand während eines Treffens von Menschen, die die Leidenschaft für die traditionelle klassisch-iranische Musik teilen. Diese hohe Kunst basiert auf der mündlichen Überlieferung und wird über das Gehör gelernt. Gemeinsam mit Musikern des ehemaligen Vokal- und Instrumentalensembles Capilla Flamenca, das die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts in höchster Authentizität wieder zum Leben erweckt, wurde dieses einzigartige Projekt entwickelt. Der Sufi-Sänger Taghi Akhbari ist sowohl in die arabische als auch in die westliche Vokaltechnik eingeweiht.

Tickets und Kontakt:

musik+

Schmiedgasse 5, 6060 Hall in Tirol

Tel.: 05223 53808

E-Mail: office@musikplus.at

www.musikplus.at

und an allen Ö-Ticket Vorverkaufsstellen, z.B. im TVB Region Hall-Wattens.

Mehr Veranstaltungen in der Region unter www.hall-wattens.at/events

 

Das Osterfestival Tirol geht in die 25. Auflage

Am Freitag, den 15. März 2013, ist es soweit: Das Osterfestival Tirol feiert sein 25 – Jahr – Jubiläum mit einem fulminanten Programm.

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Das Festival thematisiert 2013 den immer stärker werdenden Egoismus des Einzelnen, die Rücksichtslosigkeit auf der einen Seite und die Konformität, Gleichschaltung der Masse auf der anderen Seite.

Musikalische Schwerpunkte sind unter anderem Bachs Passions- und Auferstehungsmusiken unter der musikalischen Leitung von Frieder Bernius und Frans Brüggen, eine Neu-Rekonstruktion von Bachs Markuspassion durch Rudolf Leopold und die tiefe Mystik des Leibes Christi in Buxtehudes Membra Jesu Nostri.

Im Tanz sind drei österreichische Erstaufführungen zu sehen, darunter die Compagnie Renegade mit Irgendwo der Choreographin Malou Airaudo (ehemaliges Mitglied im Tanztheater Wuppertal von Pina Bausch). Ein besonderes Erlebnis ist am 23. März die Aufführung des Königlichen Ballett Kambodscha, deren außergewöhnlich grazile und anmutige Tänze 2003 von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurden.

Karten sind ab sofort erhältlich
• im Haller Ortsbüro des TVB Region Hall-Wattens, Wallpachgasse 5, 6060 Hall i.T., +43   5223 45544
• bei allen Vorverkaufsstellen von Ö-Ticket
• IVB Kundencenter, Stainerstraße 2, 6020 Innsbruck, +43 512 5307-500
• im OSTERFESTIVAL-Büro, Schmiedgasse 5, 6060 Hall i.T., +43 5223 53808
• in allen Sparkassen und Raiffeisenkassen österreichweit
• im Internet unter www.osterfestival.at

Weitere Informationen zu Veranstaltungen in der Region unter www.hall-wattens.at/events

Eleonore Bürcher und das Cedag Quartett gestalten einen musikalisch-literarischen Abend bei musik+

Dienstag, 05. Feber 2013, 20:15 Uhr, Kurhaus Hall in Tirol

Dieser speziell für die Veranstaltungsreihe musik+ konzipierte Abend ist eine Liebeserklärung an die Musik – Musik als Triebfeder des Lebens! So war und ist Musik auch für viele Künstler die wichtigste und stärkste Inspirationsquelle. Zu ihnen zählt Ingeborg Bachmann (1926 – 1973), in deren Schaffen Musik ein immer wiederkehrendes Thema ist. Neben Texten für Musiktheater und Oper (in Zusammenarbeit mit dem Ende 2012 verstorbenen Komponisten Hans Werner Henze) schrieb sie auch Essays und Gedichte über Musik. Sie werden an diesem Abend zu hören sein.

„… Was aber ist diese Musik, die dich freundlich und stark macht an allen Tagen? wie kommt es, dass du wieder gerne isst und trinkst wegen ihr und deinen Nächsten zum Freund gewinnst? Und was ist diese Musik, die dich zittern macht und dir den Atem nimmt, als wüsstest du deine Geliebte vor der Tür stehen und hörtest den Schlüssel schon sich drehen.“ (Ingeborg Bachmann)

Uraufführung bei musik+

Das Cedag Quartett interpretiert Werke von Iannis Xenakis (1922 – 2001), Henryk Mikolaj Gorecki (1933 – 2010) sowie der Tiroler Komponisten Haimo Wisser (1952 – 1998) und Norbert Zehm. Zehm hat eigens für musik+ zu seinem Streichquartett „Le Tombeau de Ravel“ den 4. Satz neu komponiert.

Cedag Quartett

Seit seiner Gründung im Jahr 2003 konzertiert das Cedag Quartett im Rahmen verschiedener Konzertzyklen in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.
Der Repertoirebogen der vier ausgezeichneten und vielseitigen in Tirol lebenden Musiker – drei von ihnen sind Mitglieder des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck – spannt sich von den frühen Anfängen der Streichquartettliteratur bis zur zeitgenössischen Musik. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten wie Erich Urbanner, Sebastian Themessl, Manuela Kerer, Martin Lichtfuss, Paul Giger und Norbert Zehm, kann das Cedag Quartett auf zahlreiche Uraufführungen und Rundfunkmitschnitte verweisen.

Eleonore Bürcher

Die gebürtige Schweizerin ist nach Engagements in Deutschland und der Schweiz seit 1981 Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters. Eleonore Bürcher spielte fast alle großen Frauenrollen wie Königin Elisabeth in „Maria Stuart“, Helene Alving in „Gespenster“ und Grillparzers „Medea“. 2009 erhielt sie das Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck, 2011 wurde Bürcher mit dem Nestroy Publikumspreis geehrt.

Besetzung

Martin Yavryan – Violine
Clemens Gahl – Violine
Ernst Theuerkauf – Viola
Peter Polzer – Violoncello

Eleonore Bürcher – Rezitation

Einstimmung – zwischen Masse und Ich

Um 19.15 Uhr findet eine Einführung zu diesem Abend statt.

Tickets und Kontakt:

musik+
Schmiedgasse 5
6060 Hall in Tirol
Tel.: 05223 53808
E-Mail: office@musikplus.at
www.musikplus.at
und an allen Ö-Ticket Vorverkaufsstellen

Vorschau: Osterfestival Tirol 2013

massiv.ich

Vom 15. – 31. März 2013 findet das 25. Osterfestival Tirol unter dem Titel massiv.ich statt. Die Veranstaltungen thematisieren neben der Verbindung zur Osterzeit den immer stärker werdenden Egoismus des Einzelnen, die Rücksichtslosigkeit auf der einen Seite und die Konformität, Gleichschaltung und Masse auf der anderen Seite – der Kult um den Einzelnen im Gegensatz zur Masse und zu Massenphänomenen. Zu hören und zu sehen sind Passionsmusiken, Orchesterkonzerte, traditionelle und zeigenössische Musik aus verschiedenen Kontinenten, Tanz, Theater und Gespräche. Schwerpunkte des 25. Osterfestival Tirol sind unter anderem BACHs Passions-und Auferstehungsmusiken (darunter die rekonstruierte Markuspassion) unter der Leitung von Frieder Bernius und Frans Brüggen, Tanz und Performance aus Kambodscha, Indonesien und Europa mit Lutz Förster und Lisbeth Gruwez, hochkarätige Solisten aus aller Welt, die zeigenössische, alte und außereuropäische Musik interpretieren.

Das 1989 von Maria und Gerhard Crepaz gegründete Festival versteht sich als eine Begegnung der Kulturen und Religionen, als ein intellektueller Austuausch, der Toleranz und Respekt füreinander fördert. Seit fünf Jahren steht das Osterfestival nun unter der Leitung von Hannah und Christoph Crepaz. Hannah Crepaz hat die künstlerische Leitung übernommen und ihr Bruder Christoph zeichnet für die kaufmännische Leitung verantwortlich.

Weitere Informationen unter http://www.hall-wattens.at/de/osterfestival-tirol-2012.html oder www.osterfestival.at

Die 2. Woche beim Osterfestival 2012

Nachdem die erste Woche regen Publikumszulauf und großes Medieninteresse Auch die zweite Woche des Osterfestivals wartet mit vielen hochkarätigen Veranstaltungen in Hall auf:

Dienstag, 03.04.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall:

ensemble recherche: HUBER, PAUSET, RIHM, SCIARRINO

©Osterfestival

Das ensemble recherche ist seit Jahren beim Osterfestival Tirol zu hören. Aufs Neue wird faszinierend sinnlich und kompetent jene Neue Musik zugänglich gemacht, die meist schon wenig später zu den Klassikern der Gegenwart zählen darf. Bei aller instrumentalen Virtuosität geschieht – neben dem artistischen, ästhetischen Vergnügen auch die klare Deutung unseres Seins in seinen aktuellen Nöten, Zielen, Wegen und Umwegen. Die „Schwarzmärkte“ von Brice Pauset z. B. wurden von der iranischen Künstlerin Chohreh Feyzdjou (gest. 1996) inspiriert: In ihrer Kritik an einem ohne schöpferische Konflikte glatt und konsumierbar gemachten Leben weist sie auf den Verlust der Zusammenhänge, der Bedeutungen der Freiheit des Einzelnen für alle.

Donnerstag, 05.04.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall:

KLAGELIEDER: AUBERY Leçons des Ténèbres

©Osterfestival

Die Leçons des Ténèbres („Finstermetten“) sind Klagegesänge über die Zerstörung des Lebens und der Kultur, dem Propheten Jeremia zugeschrieben. Neben den bekanntesten Vertonungen des französischen Barock von Jean Gilles, François Couperin, Marc-Antoine Charpentier, de Lalande oder Michel Corrette ist die Musik von Mathieu Aubery eine Entdeckung. Über den Komponisten wissen wir fast nichts, außer dass er von 1722 bis 1736 Mitglied der spanischen Königlichen Kapelle war. Seine Leçons sind in bestem französischen Stil gehalten: Zwei Solisten bringen in hochexpressivem, elegant verziertem Gesang die immer gültige Klage über den Verlust des guten Lebens, eindringlich begleitet von wenigen Instrumentalisten: Convertere Jerusalem… Wende dich zurück zu deinem Gott!

Karfreitag, 06.04.2012, 15:00 Uhr, Stiftskirche:

Karfreitagsliturgie in der Stiftskirche (Herz-Jesu-Basilika), freier Eintritt

©Osterfestival

Am Karfreitag wird in den christlichen Kirchen etwas gepriesen und besungen, was der durchschnittliche Bürger kaum je nur denken möchte, nämlich die Ohnmacht des allmächtigen Todes. Jener Tod Gottes am Kreuz, der qualvolle Tod des Menschensohns, wird genau erzählt, in wunderbarer Harmonie feierlich besungen im ersten, Jahrhunderte alten lateinischen Gesang der Kirche: Alles Heil für die Welt geht von ihm aus – vom Kreuz, dem Ort schlimmsten Endes. Immer wieder singen sie „O crux, ave“ – „Sei gegrüßt, Kreuz“ – und in langer Klage über sein Leid fragt Christus selbst „Popule meus, quid feci tibi? Aut in quo contristavi te? Responde mihi.“ – „O du mein Volk, was tat ich dir? Betrübt‘ ich dich? Antworte mir!“ An diesem Nachmittag um 15 Uhr ist die Passion, die Tragödie der Menschen und alle Hoffnung zu erleben. Still und machtvoll wie selten eine unserer vielen Klagen.

Karsamstag, 07.04.2012, 07:00 Uhr, Stiftskirche:

Trauermette in der Stiftskirche (Herz-Jesu-Basilika), freier Eintritt

©Osterfestival

Unter den Offizien der Karwoche beeindruckt vor allem der Gesang der Frühmette, der so genannten Trauermetten: Das Dekor ist von schlichter Strenge, ohne Teppiche und Schmuck, der Altar bleibt unbedeckt. Die bewusst einfach gehaltene Kleidung der Kirchenfürsten betont die vorrangige Bedeutung der Passion Christi in Lesung und Gesang der Heiligen Schriften. Zu sehen sind nur ein großer fünfzehnkerziger Leuchter, die sechs Altarkerzen und, in der Mitte des Chors, das Pult, von dem aus die „Lektionen“ gesungen werden. Im Verlauf des Gottesdienstes werden von einem Priester eine nach der anderen Kerze ausgelöscht. Ganz zum Schluss wird die letzte Kerze einen Augenblick hinter dem Altar verborgen, wobei die Anwesenden durch Klopfen auf die Stühle gewissermaßen Aufruhr simulieren („fragorem facientes“), um das Wiedererscheinen zu erzwingen. (Bericht 16. Jh).

Karsamstag, 07.04.2012, 18:00 Uhr, Salzlager Hall:

KAPSBERGER Musik der Karwoche

©Osterfestival

Giovanni Girolamo Kapsberger (ca. 1580-1651) ist mit seinen virtuosen Lautenstücken erst seit Kurzem wieder in unserem Gedächtnis. Zu höchsten Ehren kam er unter Papst Urban VIII. (Barberini), dessen lateinische Gedichte er vertonte. Von 1625 bis zum Tod seines Förderers 1644 stand Kapsberger im Dienst der Familie Barberini. Er war sowohl als Theorbist wie auch als Komponist berühmt. Das Ensemble Vivante lässt seine geistliche Vokalmusik erstmals wieder erklingen und zeigt, dass „il Tedesco della tiorba“ zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Karsamstag, 07.04.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall:

MONTEVERDI-Zeit: Passion, Ostern

©Osterfestival

Das Konzert bringt Musik, die von den Nonnen im Kloster der „Bräute Jesu“ zu Bologna aufgeführt und teilweise auch komponiert wurde. (S. Cesis, C.M. Cozzolani, R. Aleotti, M.X. Perucona, L.O. Vizzana, C.F. Rusca, I. Leonarda und R.G. Badalla). Besser bekannt sind die Männer, die für das Kloster geschrieben haben: Banchieri oder auch Monteverdi. Das Repertoire reichte von polyphonen Dialoge und Madrigale von Monteverdi, die eigens für das Kloster umkomponiert Werken für verschieden große Ensembles über Solomotetten bis zu Lamentationen des Adeligen Alessandro Della Ciaia aus Siena. Und es gab da auch dramatische Dialoge und Madrigale von Monteverdi, die eigens für das Kloster umkomponiert wurden.

Weitere Infos: http://www.hall-wattens.at/de/osterfestival-tirol-2012.html

 

 

 

 

Osterfestival 2012: Hochkarätige Events in Hall

Das Osterfestival 2012 ist bereits in vollem Gange. Hier eine kurze Übersicht der Veranstaltungen, die in dieser Woche in Hall stattfinden:

Mittwoch, 28.03.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall

Klaus HUBER, Younghi PAGH – PAAN & Ensemble PHACE: „Ein Hauch von Unzeit“

©Osterfestival

Im Zentrum der zweiten Begegnung mit Klaus Huber steht das Werk „Ein Hauch von Unzeit“, das den Musikern die Freiheit lässt, eine eigene Fassung des Werks auszuarbeiten. Das österreichische Ensemble PHACE | contemporary music interpretiert auch Musik der koreanischen Komponistin Younghi Pagh-Paan. Beide Künstler haben sich ihr Leben lang nicht nur musikalisch für die Grundrechte des Menschen eingesetzt.

„Die multiple Version von „Ein Hauch von Unzeit III“ verwirklicht einen Schwebezustand zwischen strengem Kanon und Aleatorik, indem jeder der im Raum verteilten Musiker seine ‚idiomatische Umsetzung‘ des [initiativen] Flötenparts ins Ensemble einbringt. Die Omnipräsenz der Musik, ihrer Motive, ist nicht nur im Raum, sie ist auch in ‚fluktuierender Gleichzeitigkeit‘ vorhanden.“ Klaus Huber

Donnerstag, 29.03.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall

KONZERT & FILM: Klassische Musik aus dem Iran & FILM Persepolis (2007)

©Osterfestival

Alireza Ghorbani ist einer der wichtigsten Vertreter des traditionellen iranischen Gesangs. Aus der traditionellen Musik des Perserreiches entstanden, gab es in der musikalischen Kultur des Iran bereits seit dem 15. bis ins 20. Jahrhundert einen Stillstand, da islamische Geistliche keine Veränderung religiöser Musik zuließen. Die Musik überlebte entweder im privaten Raum oder sie wurde im indischen Exil weiterentwickelt. Auch der persische Gesang, dessen Einzigartigkeit im tahrir und seinen charakteristischen wunderbaren Verzierungen liegt, hat durch die Ausübung und mündliche Weitergabe im Geheimen alle Unterdrückungen der verschiedenen autoritären Regime überlebt.

„… Ich will diese Bitterkeit nicht. Im Westen wird uns zum Frühstück, zum Mittagessen, zum Abendessen der Mittlere Osten aufgetischt, als Gewalt, Gewalt, Gewalt. Ich erzähle keine einfache Story, aber ich will niemandem das Paket, das ich trage, einfach aufhalsen. Humor ist ein Mittel, es den Zuschauern ein wenig einfacher zu machen. Eine Geste der Höflichkeit.“ Marjana Satrapi über ihren Film Persepolis

Freitag, 20.03.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall

PUPPENTHEATER & KONZERT: Punch & Judy in Afghanistan / Musik aus Afghanistan 

©Osterfestival

Neville Tranter, vielfach ausgezeichneter Meister des Puppentheaters, betrachtet in „Punch & Judy in Afghanistan“, was passiert, wenn Naivität und Zynismus sich treffen. Nigel, ein Puppenspieler, soll mit seinem Assistenten in Afghanistan die Truppen unterhalten. Während einer Sightseeing-Tour brennt das Kamel mit dem Assistenten auf dem Rücken durch und Nigel beginnt ihn zu suchen. Auf dieser Reise begegnet er den eigenartigsten Persönlichkeiten: einem sensationssüchtigen Journalisten, einem traumatisierten Soldaten und schließlich gibt es da auch Mister Punch und seine Frau Judy (P&J – die populären Figuren des englischen Volkstheaters, ähnlich wie bei uns der Kasperl). Mit schwarzem Humor, stimmlicher und spielerischer Virtuosität lässt Tranter eine skurrile Welt entstehen.

Der zweite Teil des Abends ist der afghanischen traditionellen Musik gewidmet. Unter den Taliban (1992-2001) war alle Musik – außer die von Männern gesungene religiöse – verboten. Tonträger und Instrumente wurden öffentlich verbrannt; Musiker mussten fliehen, da sie verfolgt wurden. Viele sind nach Pakistan, in den Iran oder auch in den Westen ausgewandert. Daud Khan, einer der angesehensten Interpreten afghanischer Musik, emigrierte vor über 30 Jahren nach Deutschland. Er spielt mit den verschiedensten Musikern u.a. auch mit Jordi Savall.

Samstag, 31.03.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall

TANZ / PERFORMANCE: Talking Head (2010)

©Osterfestival

„Talking Head“ ist eine Satire auf die neue Welt der Kommunikation mit ihrer „Pseudo-Freiheit“ (z. B. Facebook, Twitter). Der österreichische Choreograph Chris Haring (Goldener Löwe Biennale di Venezia 2007) und seine Cie Liquid Loft spielen mit den neuen technischen Möglichkeiten, die unser Zusammenleben radikal verändert haben. Eine Tänzerin und ein Tänzer scheinen Hauptdarsteller zu sein, oder nicht? Computer-bewaffnet bewegen sie sich im Fiktiven des Cyberspace. Eine Stunde ansteckender Spielfreude, pointierter Präzision, Humor und großer Virtuosität.

Weitere Infos: http://www.hall-wattens.at/de/osterfestival-tirol-2012.html

Vorschau Osterfestival: Ein Starpianist mit musikalischen Wurzeln in Hall

Das diesjährige 24. Osterfestival verspricht ein kultureller Leckerbissen zu werden: Angekündigt haben sich hochkarätige Künstler aus dem In- und Ausland. Einer von ihnen hat seine musikalischen Wurzeln in Hall:

Der Tiroler Michael Schöch erhielt seinen ersten Klavierunterricht an der Städtischen Musikschule Hall. Er studiert in der Meisterklasse von Prof. Gerhard Oppitz. Seit 2005 studiert er Orgel bei Prof. Edgar Krapp ebenfalls an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Schöch erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie z. B. 1. Preise beim Bundeswettbewerb Prima La Musica, Bösendorfer-Klavierstipendium, Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft München. Im November 2007 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Franz Schubert“ in Russe/Bulgarien und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Franz Schubert.

2011 gewann er den 1. Preis des ARD-Musikwettbewerbs im Fach Orgel, diese Auszeichnung wurde vor 40 Jahren das letzte Mal vergeben.

Beim Osterfestival wird er mit dem Tiroler Landesjugendorchester, den Tiroler Landesjugendchören Nord-und Südtirol und dem Universitätschor Innsbruck Musik von Arvo Pärt und Werner Pircher aufführen und beim Werk „Ein Hauch von Unzeit“ von Klaus Huber und Younghi Pagh – Paan mitwirken. Man darf gespannt sein!

Tickets sind erhältlich unter www.osterfestival.at, im TVB Region Hall-Wattens, in allen Raiffeisenbanken und Sparkassen sowie bei allen ÖTicket – Verkaufsstellen.            Weitere Infos zum Osterfestival: http://www.hall-wattens.at/de/osterfestival-tirol-2012.html