Welttag der Fremdenführer 2016

Rotlichtführung 1 (c)hall-wattens.atJedes Jahr im Februar gibt es eine besondere Aktion der Interessensgemeinschaft der Tiroler FremdenführerInnen: Sie geben anlässlich des „Welttags der Fremdenführer“ kostenlose Führungen!

Wann? Samstag, 20. Februar 2016, zwischen 10:00 und 19:30 Uhr

Wo? In ganz Tirol

Dieses Jahr kann man in Hall in Tirol,  Innsbruck, Schwaz, Rattenberg, Kufstein, Reutte und Lienz bei knapp 50 (!) kostenlosen Führungen mitmachen.

In Hall in Tirol werden  folgende  fünf Themenführungen angeboten:

Der Haller Stiftsplatz und die Herz-Jesu-Basilika Mag. Anita Töchterle-Graber 09:00 Magdalenenbrunnen am Stiftsplatz
Geld regiert die Welt, Rundgang durch das Museum Münze Hall, Münzerturm Mag. Anita Töchterle-Graber 10:30 Burg Hasegg Innenhof
Durch das Haller Villenviertel zur Südtiroler Siedlung „Im Tal“ Dr. Barbara Knoflach-Zingerle 14:00 Brunnen am Oberen Stadtplatz
Geheimnisvolles Hall – Geschichtenführung für die ganze Familie! Claudia Himmler 16:00 TVB Büro NEU, Unterer Stadtplatz 19
Rotlicht im mittelalterlichen Hall in Tirol Mag. Eva Stockley 17:00 Rathaus Innenhof

Der Welttag der Fremdenführer unterstützt immer einen guten Zweck. Dieses Jahr werden die gesamten Spendeneinnahmen abzugsfrei an „Licht ins Dunkel – Soforthilfe Tirol“ weitergeleitet.

Unser Tipp: Nutzt die Chance und lernt euren Heimatort, aber auch die nähere Umgebung aus einer neuen Perspektive kennen! Es lohnt sich und macht Spaß.

Das gesamte Tirol-Programm könnt ihr  hier herunterladen: Programm Welttag der Fremdenführer 2016.

 

 

 

Kapsbergers Weihnachtshistorie im Haller Salzlager: Die Hirten von Bethlehem

Zwei Tage vor dem Heiligen Abend erklingt wunderbare Weihnachtsmusik um 1600 aus Italien und Tirol. Hauptwerk des Abends ist Giovanni Girolamo Kapsbergers Die Hirten von Bethlehem (1630), eine der Musiken, die den Beginn der Tradition des römischen Weihnachtsoratoriums darstellt. Mit feierlichen, zarten und volkstümlichen Klängen vertont er die Weihnachtsgeschichte, sinnlich-poetisch ersteht vor uns die Welt der Hirten, die das Weihnachtswunder als erste erfahren durften.151222_EnsembleVivante_Foto_NurithWagner-Strauss (9)

Kapsberger, uns heute vor allem als Lautenvirtuose und -komponist bekannt, lebte in Rom im Dienste des Papstes Urban VIII. und war dort sehr erfolgreich und beliebt. Bei der Uraufführung dieses Werkes in Rom spielten und sangen Musikerpersönlichkeiten wie Stefano Landi und Gregorio Allegri.

Von Ochs und Eselein erzählen und schreiben Kapsbergers Zeitgenossen, die in Tirol bedienstet waren. Eine Auswahl feierlicher Lieder haben das österreichische Ensemble Vivante um die Tiroler Cembalistin Anne Marie Dragosits und das Marini Consort Innsbruck für dieses Konzert getroffen, um auf Weihnachten einzustimmen.

Tirol war ab dem 15. Jahrhundert ein Zentrum der Musikpflege: Seit 1420 kaiserliche Residenzstadt, war die politische Bedeutung von Innsbruck als Herrschersitz in Europa von großer Wichtigkeit. Besonders im 15. und 16. Jahrhundert war die Stadt Schauplatz habsburgischer Geschichte. Im Selbstverständnis von spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Fürsten nahm die Repräsentation großen Stellenwert ein, der Unterhalt einer eigenen Hofmusikkapelle war eine der Aufgaben des Herrschers.

Internationale Komponisten am Innsbrucker Hof

Zahlreiche ausländische Musiker aus Italien oder dem frankoflämischen Raum, aber auch österreichische Komponisten waren in der Hofmusikkapelle engagiert und genossen hohes Ansehen. Unter ihnen findet sich auch Johann Stadlmayer, einer der Komponisten des Abends: Er wurde 1607 unter Leopold V. an den Innsbrucker Hof als Hofkapellmeister berufen.

Auf Spuren fast vergessener Komponisten

Das Ensemble Vivante hat sich neben der Musik bekannter Meister wie Claudio Monteverdi auch der Wiederentdeckung beinahe in Vergessenheit geratener Musiker verschrieben. So liegt ihnen etwa die Vokalmusik Giovanni Girolamo Kapsbergers besonders am Herzen – ein Komponist, der vor allem als Lautenvirtuose in Erinnerung geblieben ist.

Das Marini Consort Innsbruck wurde 1998 gegründet und widmet sich als Originalklang-Ensemble ebenfalls verstärkt der Musik der Renaissance und des Frühbarock. Sie haben sich auch mit der Aufführung von Werken, die am Innsbrucker, Grazer oder Wiener Hof entstanden sind, einen Namen gemacht.

Alle Infos und Karten unter http://www.musikplus.at/

Alle Kulturveranstaltungen in der Region findet ihr hier

musik+ 03
Die Hirten von Bethlehem
KAPSBERGER, MARINI, STADLMAYER u.a.
Ensemble Vivante, Marini Consort Innsbruck
Dienstag, 22.12.2015, 20:15
Hall i.T., Salzlager

 

Saitenspiele 2015 – Spanish Séance

SAITENSPIELE 2015

Spanish Séance Konzerterlebnisse im stilvollen Ambiente der Münze Hall

24.Oktober – 6.November 2015

Unter dem Titel „Spanish Séance“ werden bei der 9. Auflage der Saitenspiele zwischen Ende Oktober und Anfang November drei Konzerte veranstaltet. Durch die unterschiedlichen Herkünfte und Traditionen der eingeladenen Künstler ist es gelungen ein sehr abwechslungsreiches Programm zu erstellen, das unerhörte Hörerlebnisse bieten wird.

Spanische Gitarrenmusik der Extraklasse, klassisch wie Flamenco, biete der junge Gitarrist Rainer Maria Zehetbauer im Eröffnungskonzert. Zu Halloween wird sprenger.wesely.schiffer acoustrio in unerhörte Räume eindringen und der Illusionist Philipp Oberlohr außergewöhnliche Erfahrungen und Kontakte herstellen. Abschließend gastieren Alexander Swete und Martin Schwarz als Duett mit mediterranen Kompositionen und barocken Perlen in der Haller Burg Hasegg.

In den Räumlichkeiten der Burg Hasegg finden sich optimale akustische Verhältnisse sowie ein stilvoller Rahmen für die fast schon persönlichen Konzerte.

Konzert 1:   Samstag, 24. Oktober 2015, 20 Uhr

“Castles of Spain” – Rainer Maria ZehetbauRainer Maria Zehetbauerer/Gitarre solo

Wie einst Jimi Hendrix in “Spanish Castle Magic” sang “With just a little bit of Spanish Castle Magic- Just a little bit of daydream here and there”  respräsentiert Rainer Maria Zehetbauer genau dieses Hörerlebnis in seinem Debütalbum “Castles of Spain” !

Im Konzert bei den Saitenspielen wird er neben außerwählten Juwelen der spanischen Gitarreliteratur auch seine Flamencoerfahrungen, die er bei seinem Studienaufenthalt im letzten Jahr in Spanien vertiefen konnte, verbinden.

Der Begriff Gitarrist greift bei Rainer Maria Zehetbauer erheblich zu kurz. Er engagiert sich in der Kammermusik, widmet seine Zeit der Flamenco Szene was regelmäßige Konzerte mit dem Flamenco Gitarristen Carlos Piñana bestätigen aber auch diverse Projekte, wie zum Beispiel die Kooperation von “dance ability” liegen ihm sehr am Herzen. Somit bietet er als Gitarrist ein sehr breites Ouevre, was gerade seine Konzertkollegen und Mentoren wie Fabian Franco Ramirez, Jakub Niedoborek, Martin Kelner oder Carlos Piñana sehr an ihm schätzen.

Interpretationen von Flamencostücken sowie Federico Moreno Torrobas Castles of Spain, Joaquin Rodrigos Tres piezas españolas und Eigenkompositionen.

Konzert 2:   Samstag, 31.Oktober 2015, 20 Uhr

Séance“        

Helmut Sprenger – Klarinetten
Andreas Schiffer – Percussions
Martin Wesely – Gitarren

Philipp Oberlohr – Illusion

Die beiden Tonträger des sprenger.wesely.schiffer acoustictrios wurden durchgehend als zeitgenössische Kammermusik, unverkrampft, spielfreudig und anspruchsvoll beschrieben. Die Grenzen des Mainstream weit hinter sich lassend.

Mit diesem Ansatz nähern sich die drei Tiroler Musiker dem Thema Séance. In ihrer Musikperformance wollen sie dem Dazwischenliegenden nachspüren, Erfahrungen beim Musikhören schaffen, die in unbeschreibbare Räume eindringen.seance 01 - Kopie

Darüberhinaus wird der aus Hall stammende, in ganz Europa wirkende Illusionist und Extheologe Philipp Oberlohr eine “Viktorianische Séance” abhalten und Kontakt zur anderen Seite herstellen.

Konzert 3:   Freitag, 06.November 2015, 20 Uhr

„Duett der Gitarren“            Martin Schwarz / Alexander SwetA.Swete&M.Schwarz[1] - Kopiee

Duo Swete – Schwarz
Seid vielen Jahren spielen der weitgereiste und vielfach ausgezeichnete Alexander Swete und der erfahrene Kammermusiker und Meisterarrangeur Martin Schwarz im Duo. Ihr Repertoire hat einen Schwerpunkt in der spanischen Musik, aber auch Ausflüge in andere Stile liegen ihnen nicht fern. Das verbindende Element ist ihr intuitives Zusammenspiel und ihre gemeinsame Liebe zur Gitarre.

Das Programm umkreist Musik aus dem mediterranen Raum einerseits und den musikalischen Kontrapunkt andererseits. Durch eine achtsaitige Gitarre und die speziell gefertigten Arrangements wird das Repertoire um seltene kammermusikalische Perlen Abseits der klassischen Duowerke für 2 Gitarren bereichert.

Musik von Luigi Boccherini, Georg Friedrich Händel, Franz Burkhardt, Mauro Giuliani, Enrique Granados, Isaac Albéniz und Manuel de Falla.

Alle Konzerte finden in einem der ehemaligen Fürstenräume von Kaiser Maximilian I. in der Burg Hasegg in Hall in Tirol statt. Karten können über die Münze Hall bezogen werden. Sie kosten im Vorverkauf € 13,00 (€ 7,00) oder an der Abendkassa € 15,00 (€ 9,00).

Alle Infos zur Veranstaltung unter http://www.saitenspiele.com

Alle Kulturveranstaltungen in der Region findet ihr hier.

 

 

 

 

 

 

Wir, die Saline: Zeitzeugen erzählen

Seit dem 11. September gibt es im neu renovierten Stadtmuseum in der Burg Hasegg in Hall eine interessante Ausstellung zum Thema Saline Hall – viele ehemalige Bergleute, aber auch deren Frauen und Kinder kommen zu Wort.Ausstellung Saline

In der Saline Hall wurde über 700 Jahre lang das „weiße Gold“, das früher noch einen viel höheren Stellenwert und auch Preis hatte, abgebaut. Hier könnt ihr alles zum Salzabbau lesen.DSC06873

Als ältester Industriebtrieb Tirols wurde die Saline dann zwar 1967 geschlossen, aber die Geschichten der letzten ZeitzeugeInnen dokumentiert. In der Ausstellung kann man die Porträts der ZeitzeugInnen ansehen, ihre Geschichten lesen und auch über ein Audiosystem anhören. So erzählen die Bergleute von der anstrengenden Arbeit im Berg, aber auch von simplen Freuden wie einem guten Essen und einem frisch überzogenen Bett daheim.DSC06864

Neben spannenden Einblicken in den Alltag der Bergleute gibt es in der Ausstellung auch einen Blick in die Entwicklung des Salzbergbaus in Hall und dessen Einflüsse auf den örtlichen Tourismus. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Hall den ersten „Verschönerungsverein“, also Vorläufer der heutigen Tourismusverbände, in Tirol gegründet hat?DSC06867

Ausstellung „Wir, die Saline. ZeitzeugInnen erzählen von der Haller Salzproduktion“

Die Ausstellung kann noch bis zum 10. Jänner 2016 besichtigt werden, der Eintritt ist frei!

Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa, So von 14 bis 17 Uhr

Tipp: Wer Lust hat, sich selbst wie ein Bergmann unter Tage zu fühlen, für den ist das Bergbaumuseum Hall in Tirol genau das Richtige. Alle Infos hier.

 

Die Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten: Neue Dimension in Sachen Staunen

2015 ist ein Jahr der Jubiläen: Swarovski feiert sein 120-jähriges Bestehen, und die Swarovski Kristallwelten begehen mit der Wiedereröffnung am 30. April 2015 gleichzeitig ihr 20-jähriges Jubiläum.2013_RieseAußenMorgen_cSwarovski_Kristallwelten

Bereits seit 1995 faszinieren und begeistern die – nach dem historischen Vorbild im Schloss Ambras gestalteten – Wunderkammern das internationale Publikum. 2015 beginnt für diese Faszination eine neue Epoche des Staunens. Neben umfassenden Neuerungen im arten werden auch fünf Wunderkammern von international renommierten Künstlern und Designern wie Lee Bul oder Studio Job vollständig neu gestaltet. Darüber hinaus wird der traditionsreichen Geschichte von Swarovski ein eigener Bereich gewidmet, und auch der Store präsentiert sich mit einem neuen Interieur.

Wenn die Swarovski Kristallwelten am 30. April 2015 wieder ihre Türen öffnen, erwartet die Besucher eine völlig neue Erlebniswelt: Nicht nur die Landschaft um den Riesen hat sich verwandelt, auch die Wunderkammern erstrahlen in neuem Glanz. Die Liste der namhaften Künstler und Designer, die jeweils einen Raum mit ihren Kunstwerken neu bespielen, liest sich wie das Who is who der zeitgenössischen Kunst- und Designszene. Dazu zählen Tord Boontje, dessen Kreationen in Zusammenarbeit mit Swarovski in der Vergangenheit bereits des Öfteren für Aufsehen gesorgt haben, die südkoreanische Künstlerin Lee Bul, das angesagte britische Designerduo Fredrikson Stallard – ebenfalls langjährige Partner von Swarovski – sowie die extravaganten belgisch-niederländischen Designer von Studio Job.
Sie alle verleihen dem historisch gewachsenen Wunderkammerbegriff neues, modernes Leben mit Installationen zwischen Farbexplosionen und kristalliner Fantastik, zwischen märchenhaften Hommagen an die alpine Heimat des Kristalls sowie ungewöhnlichen Abstraktionen derselben.20141007_SKW_KristallweltenErweiterung_cSwarovski_Kristallwelten

Darüber hinaus wird die Unternehmensgeschichte durch die renommierten Museumsgestalter HG Merz im Bereich Timeless mit einem neuen narrativen Leitfaden präsentiert. Der Swarovski Kristallwelten Store wird nach Plänen der s_o_s architekten zu einer großzügigen Einkaufslandschaft umgebaut, für deren Kuppel und Säulen die italienische Traditionsfirma Bisazza ein eindrucksvolles Mosaik fertigt. Auf diese Weise erfährt man das Staunen neu, indem Unerwartetes und nie Gesehenes präsentiert werden – ganz im Sinne des Begriffs „Wunderkammer“, gestern wie heute.

Historie des Staunens
Staunen ist ein machtvoller Zustand. Staunen stellt sich ein, wenn Menschen etwas Unerwartetes erleben, wenn sie Dingen, Wesen oder Stimmungen begegnen, die in ihrer Vorstellung bis dahin nicht vorgekommen sind. Im 16. Jahrhundert verliehen fürstliche Sammlungen dem Staunen eine neue Dimension. Neben Goldschmiedearbeiten, Elfenbein und Holzschnitzereien, Uhren und Automaten, zählten auch Naturalien, Gemälde und Skulpturen zu den kostbaren und seltenen Objekten in Kunst- und Wunderkammern, Kuriositäten- und Raritätenkabinetten. Sie bündelten die Summe des damaligen Wissens über die Welt, und stillten das Verlangen, sich neues Wissen über das Exotische und Fremdartige anzueignen. Nur wenige Sammlungen haben die Zeit überdauert – eine der am besten erhaltenen und berühmtesten befindet sich zweifellos auf Schloss Ambras. Die Ambraser Kunst- und Wunderkammer war schließlich auch die Inspiration, die das Staunen nach Wattens gebracht hat. Der Universalkünstler André Heller hat zum hundertjährigen Jubiläum von Swarovski eine erste Ära des Staunens begründet. Er schuf eine Welt der Wunder, in der die Formensprache und -vielfalt von Kristall auf die Poesie und den Einfallsreichtum großer Künstler und Gestalter trifft. So entstanden 1995 die Wunderkammern des Riesen, die am 30. April 2015 nach großzügiger Erweiterung wiedereröffnen.

Die neuen Wunderkammern
Silent Light von Tord Boontje
Im Zentrum von Silent Light steht der gleichnamige spektakulär funkelnde Kristallbaum „Silent Light“ von den Designern Tord Boontje und Alexander McQueen, der in den Swarovski Kristallwelten eines der am meisten fotografierten Objekte überhaupt ist. Seine 150 000 funkelnden Swarovski Kristalle, mit denen Tord Boontje nun eine vollständige Wunderkammer gestaltet, wecken Bilder einer klirrend kalten, romantischen Winterlandschaft. Gerade im Frühling und Sommer ist diese Wunderwelt mit ihren tanzenden Eiskristallen ein magischer Gegensatz zur Realität vor der Tür. Das Design trägt die typische Handschrift von Tord Boontje, in dessen Arbeit die Natur eine große Rolle spielt. Mit Swarovski verbindet ihn eine langjährige Partnerschaft. So entwarf Boontje den berühmten Luster „Blossom“ für Swarovski Crystal Palace, Schmuckstücke für Atelier Swarovski und die Installation „Winter Wonderland“, die von 2006 bis 2010 bei Swarovski Innsbruck zu sehen war.

Into Lattice Sun von Lee Bul
Für Into Lattice Sun ließ sich die südkoreanische Künstlerin Lee Bul von modernistischer Architektur inspirieren und setzte dies für die Wunderkammer in eine metropolitische, dramatische und utopische Landschaft um. Diese Installation erforscht die Interaktionen zwischen Besucher und Raum. Das bewusst inszenierte Spiel der kontinuierlich changierenden Spiegellandschaft bietet dem Besucher immer neue Illusionen von räumlicher Weite und Tiefe und lädt ein, über sich selbst und seine Position innerhalb des Raumes zu reflektieren. Dieses aus einer Myriade von Kristallen und Spiegeln bestehende Universum ist charakteristisch für Lee Bul, die mit ihrer Performance- und Interaktionskunst in der internationalen Kunstwelt immer wieder zur Diskussionen anregt und sich damit auch gegen die künstlerischen Konventionen in ihrer Heimat stellt. Im Mittelpunkt ihrer Werke steht oft der Betrachter selbst der – dank einer fühlbaren Interaktion – eine Installation betritt oder gar integraler Bestandteil dieser wird. Lee Bul gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen ihrer Generation.

Studio Job Wunderkammer
Für die Studio Job Wunderkammer haben sich die gleichnamigen Designer von nichts anderem als dem Begriff der „Wunderkammer“ selbst inspirieren lassen. Das belgisch-niederländische Designerduo Job Smeets und Nynke Tynagel ist vor allem für den Monumentalismus und die Üppigkeit seiner Kreationen bekannt. In der Studio Job Wunderkammer dreht sich alles um die ganzheitliche, die „totale“ Raumerfahrung. Farbe, Form, Komposition und Konzept sollen den Besucher erst überwältigen und dann faszinieren. Was zunächst wie ein Rummelplatz an überbordender Buntheit aussieht, sind in Wahrheit Abertausende von kleinen Geschichten in Form von Bewegung, Musik, Spiegelungen und kleinen Anspielungen auf die moderne Gesellschaft.

Eden von Fredrikson Stallard
Hinter der Wunderkammer Eden steht die Idee einer Landschaft, die an die stärksten Urinstinkte des Menschen rührt: der Wald. Aber Eden ist kein gewöhnlicher Wald – es ist eine fantastische, archaische Urwelt. An ihrem Eingang stürzt ein mächtiger Wasserfall, der in den umgebenden Alpen gefilmt wurde, auf einer Leinwand in die Tiefe. Er spiegelt sich in den Wänden, und das Tosen des Wassers durchdringt als Hintergrundrauschen die gesamte Wunderkammer. In ihrem Inneren folgt der Besucher einem Pfad durch das Dickicht einfacher, polierter Messingstäbe, das in den verspiegelten Wänden bis zum Horizont zu reichen scheint. In der Tiefe dieses dunklen Waldes trifft der Wanderer immer wieder auf befremdliche, versteckte Schätze in Form der größten Kristalle, die Swarovski je produziert hat. Sie erscheinen wie Leuchtfeuer in der Dunkelheit, wie fremdartige, exotische Vögel, Reptilien, Blüten oder Früchte, die für die gewaltige Schöpfungskraft und den Ursprung des Lebens stehen.

Staunensmomente – von der Magie zum Glamour
Timeless von HG Merz
Im Bereich Timeless wird die Geschichte von Swarovski erzählt und Kristall in allen seinen historischen Facetten beleuchtet. Eine spannende Rundumschau, die von der Gründungsgeschichte des Unternehmens bis zu den magischen Momenten auf Bühne, Leinwand und Laufsteg reicht, stellt Kurioses und Glamouröses neben Nostalgie, Historie und Technologie. „Timeless“ bedeutet hier, den sich wandelnden Zeitgeist von 1895 bis heute zu erfahren und bei der Betrachtung epochemachender Exponate die eigene Zeit zu vergessen. Zuständig für den erzählerischen Spannungsbogen sind das Architekturbüro und die Museumsgestalter HG Merz. Charakteristisch für die Arbeitsweise der Experten für Museumsgestaltung ist der Respekt vor dem Original. Die Ausstellungs- und Museumsgestaltung fühlt sich der mystischen, magiegeladenen Ausstrahlung der Objekte verpflichtet. Ihr Ziel ist es, diese zu ordnen und Bezüge zwischen ihnen herzustellen, den Film im Kopf des Besuchers ablaufen zu lassen und den Bereich Timeless innerhalb der Swarovski Kristallwelten als Ort der intellektuellen Herausforderung zu konzipieren.

2014_Kristallwolke_6_cSwarovski_Kristallwelten

Swarovski Kristallwelten Store verleiht funkelnde Augen
Durch einen multimedialen Shopzugang mit faszinierender Licht- und Toninstallation, konzipiert vom norwegischen Architekturbüro Snøhetta, werden die Besucher in den Store der Swarovski Kristallwelten geleitet. Die Neugestaltung des Stores durch die Generalplaner s_o_s architekten orientiert sich am Bild eines gewundenen Flusses innerhalb einer Landschaft, die alle Sinne vereinnahmt. Über diese Flusslandschaft spannt sich die spektakuläre Kuppel „The Starry Mosaic Sky“, besetzt mit handgefertigten schwarzen Mosaiksteinen von Bisazza in der innovativen Verbindung mit Swarovski Kristallen. Das traditionelle Kunsthandwerk harmoniert mit dem kristallinen Material auf besondere Weise und bildet eine einzigartige und leuchtende Oberfläche, die sich auch auf den aufwendig gestalteten Säulen abzeichnet.

Alle Infos zu den Kristallwelten gibts auch hier

Haller Nightseeing 2014

Ja, es ist kaum zu glauben, aber seit dem letzten Nightseeing in Hall sind schon wieder fast ein Jahr vergangen. Eine gute Nachricht, oder? Denn das bedeutet, dass schon bald wieder das Haller Nightseeing stattfindet- und das heißt für uns Unterhaltung und Spaß bis Mitternacht!

Bei der beliebten Veranstaltung, die dieses Jahr ausnahmsweise am 24. statt am 25. Oktober stattfindet, erwartet euch wie gewohnt ein tolles Programm mit interessanten Themenführungen, Kunstinstallationen, kulinarischen Leckereien und viel Livemusik.  Auch in den Geschäften der Altstadt ist viel geboten – und eingekauft werden darf natürlich auch 😉

Das Beste: Alle Programmpunkte sind kostenlos!

Hier habe ich euch ein paar Programmhöhepunkte zusammengestellt.

Führung Haller Unterwelten

Ganz nach dem Leitmotiv des Haller Nightseeings gewährt dieser Programmpunkt erstmals Einblick in Halls „Unterwelten“: Im Rahmen eines geführten Rundgangs erschließt sich den BesucherInnen der noch zugängliche Teil des Luftschutzstollens des Zweiten Weltkrieges und somit ein wahrhaft dunkler Teil der Haller Geschichte.
Treffpunkt: TVB Büro Hall, Wallpachgasse 5
Führungen: 18, 18:45 und 19:30 Uhr
Max. 25 Teilnehmer je Führung, nur mit Zählkarten (diese kann man ab 17 Uhr im TVB-Büro abholen; max. 2 Karten pro Person).

Achtung: bitte unbedingt festes, wasserdichtes Schuhwerk anziehen. Der Stollen ist leider nicht barrierfrei und auch nicht für Kinder geeignet. Die Betretung erfolgt auf eigene Gefahr.

Stadtführung Das Zunftwesen in Hall1412589153664_02-zunft-brentl

Sagt euch der Ausdruck „Bäckerschupfen“ etwas? Warum unterschied man einst beim Beruf des Malers zwischen dem „Schilderer, Kalcher und Anstreicher“? Woher kommt der Begriff „Schlitzohr“? Was es mit diesen Begriffen auf sich hat, erfährt ihr im Rahmen dieser neuen Themenführung.

Treffpunkt: TVB Büro Hall, Wallpachgasse 5
Führung: 21 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde
Max. 50 Teilnehmer, nur mit Zählkarten (diese kann man ab 17 Uhr im TVB-Büro abholen; max. 2 Karten pro Person).

Stadtführung Rotlichtbezirk Hall1412589485226_03-rotlichtfuehrung_2-hall-wattensat

Etwas „schlüpfriger“ wird es bei dieser Themenführung, aber keine Sorge, sie bleibt weitestgehend jugendfrei 😉

Die Stadtführerin zeigt euch verschiedene Stätten der Lust in Tirols größter Altstadt  Ein nächtliches Vergnügen, das zudem viel Wissenswertes bietet und sehr interessant für alle, die schon immer mehr über das „älteste Gewerbe der Welt“ wissen wollten.

Treffpunkt: TVB Büro Hall, Wallpachgasse 5
Führung: 22 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde
Max. 50 Teilnehmer, nur mit Zählkarten (diese kann man ab 17 Uhr im TVB-Büro abholen; max. 2 Karten pro Person).

6. Der Bund für´s Leben – Rathaus Hall

Haller RathausIhr seid schon verheiratet oder denkt darüber nach, es zu tun? Dann ist diese Themenführung ideal für euch: Gemeinsam mit einer Stadtführerin geht ihr in das meist frequentierteste Standesamt in Tirol (und nach Meinung vieler auch das schönste) und erlebt die Geschichte des Königshauses aus einem romantisch-humorvollen Blickwinkel. Nicht ganz so romantisch, aber dafür umso interessanter: Am Ende der Kurzführungen gewährt Bgm. Dr. Eva Maria Posch Einblick in das altehrwürdige BürgermeisterInnenzimmer.

Treffpunkt: Rathaus Hall, Innenhof
Führungen: 18 und 18:30 Uhr, Dauer: ca. 25 Min.

8. Mein Hall – barrierefrei1412589911664_08-hall-barrierefrei-fotoprojekt-fotoausstellung-cyta-ibk-15

Leider ist es auch heute noch keine Seltenheit, dass Städte nicht barrierefrei zu besichtigen sind. Die Lebenshilfe Tirol schafft hier Abhilfe: bei einer kurzen Stadtführung für Menschen mit und ohne Behinderung spaziert ihr durch die Stadt und bekommt in leichter Sprache Geschichten und Geschichte von Hall vermittelt. Barrieren zur Vergangenheit werden durch gut verständlichen Text abgebaut, bauliche Barrieren werden in das Bewusstsein der Besucher gestellt.

Treffpunkt Führungen: Oberer Stadtplatz, Fotowürfel
Führungen: 18:30 und 19:30 Uhr, Dauer: ca. 30 Min.

9. Public seeing – Prolog zur nächsten Lieferung von KUNSTtransPORT zum Thema „Taten-speicherung“

Am Oberen Stadtplatz könnt ihr eine höchst interessante, interaktive Videoinstallation sehen. Sie spielt mit dem Spannungsraum zwischen öffentlicher Überwachung und Aufzeichnung und unserer Selbstbestimmung, beziehungsweise das, was davon übrig geblieben ist. Das Motto: „Bestimme selbst was als nächstes passiert. Alles live, echt und überdimensional.“
Ort: Oberer Stadtplatz, Stubenhaus
Zeit: 18 bis 24 Uhr

10. Kalligrafieraum – ein Kunsthandwerk stellt sich vor

1412589912679_10-kalligraphie-2Mich hat schon immer fasziniert, welche Kunstwerke manche Künstler mit Tinte und Feder zaubern können. Während des Nightseeings gibt es bei Eva Kunzenmann im Kalligrafieraum die Möglichkeit, im Rahmen einer kleinen Schreibvorführung der Künstlerin über die Schulter zu blicken und mehr über Kalligrafie zu lernen. Danach kann man selbst probieren, mit Vogelfeder und Tinte zu schreiben.
Ort: Kalligrafieraum, Eugenstraße 9
Vorführungen: 18:45, 19:45, 20:45 und 21:45 Uhr, Dauer: ca. 10 Min.

12. Informationsausstellung zur UNESCO Welterbe Nominierung

53.DB-innenturmDie Ausstellung, die bis zur Entscheidung über die Bewerbung von Hall in Tirol als UNESCO-Weltkulturerbe im nächsten Jahr geöffnet sein wird, verknüpft unterschiedliche Themen: Besucher können sich über die beiden wesentlichen Schwerpunkte der Einreichung, die Münze Hall und die Haller Altstadt bzw. die Stadtentwicklung informieren, finden aber genauso viel Wissenswertes über das Weltkulturerbe-Programm der UNESCO und den laufenden Bewerbungsprozess.

Organisation: Koordinationsstelle Weltkulturerbe
Ort: Ausstellung Weltkulturerbe, Burg Hasegg
Zeit: 17 bis 24 Uhr

Das komplette Programm zum Nightseeing gibts hier

Die lange Nacht der Museen in der Region Hall-Wattens

Am Samstag, den 4. Oktober 2014, findet die nächste „ORF-Lange Nacht der Museen“ in ganz Österreich statt. Bereits zum 15. Mal initiiert der ORF die Kulturveranstaltung. Museen und Galerien öffnen ihre Türen für kulturinteressierte Nachtschwärmer von 18.00 bis 01.00 Uhr Früh.

Neben abwechslungsreichen Ausstellungen werden viele spannende Events und Sonderveranstaltungen geboten. Besucher können aus dem reichen Angebot ihre persönlichen Highlights wählen und alle teilnehmenden Häuser und Veranstaltungen mit nur einem Ticket besuchen.

Neben kleinen, kuriosen und großen, renommierten Kulturinstitutionen nehmen heuer wieder viele neue Locations teil, die darauf warten, von den „Lange Nacht“-Besuchern entdeckt zu werden.

Alleine in der Region Hall-Wattens gibt es sieben verschiedene Museen zu besuchen:

Bergbaumuseum Hall in Tirol

Bergbaumuseum_Tür_1Das Bergbaumuseum Hall in Tirol bietet einen Einblick in die Geschichte der Salzgewinnung und stellt eine Nachbildung eines Stollens des 1967 stillgelegten Bergwerkes im Halltal dar. Schächte, Werkzeuge, Mineralien, eine Rutschbahn und vieles mehr vermitteln einem das Gefühl, selbst „unter Tag“ zu sein. Das Bergbaumuseum befindet sich direkt im Zentrum der Haller Altstadt.

Gemeindemuseum Absam

620_kling_holz_01Die frühe Industrialisierung von Absam zeigen zahlreiche Objekte im ehemaligen Gasthaus Kirchenwirt. Salzbergbau, die Beinknopffabrik, die Kinderarbeit, die Schuhfabrik, Schmieden und Mühlen, Energiegewinnung aus den Bächen … das hat viele Spuren hinterlassen.

Absamer Matschgerermuseum

MatschgerermuseumDer Absamer Matschgerer-Verein hat sich in den 1980er Jahren dazu entschlossen, das „Matschgerer“-Brauchtum auch außerhalb des Faschings einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So wurde in vollkommener Eigenregie und durch viele ehrenamtliche Helfer das „Absamer Matschgerer Museum“ im ehemaligen Spritzenhaus der Feuerwehr in der Stainerstraße 1 geschaffen.

Stadtmuseum Hall in Tirol

770_museumEin Projekt des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum und Stadtarchiv Hall i.T. sowie dem Franziskanergymnasium, der BHAK/BHAS Hall i.T. und der Neuen Mittelschule Rum, gefördert im Rahmen des „Sparkling Science“-Programms vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Stadt ist Migration. Ohne Migration ist Stadt nicht denkbar. Anlässlich des 50. Jahrestages des Abschlusses des österreichisch-türkischen Anwerbeabkommens haben sich Schüler/innen und Historiker/innen auf Spurensuche begeben. Damit wird ein anderer, neuer Blick auf die Haller Stadtgeschichte geworfen.

Burg Hasegg/ Museum Münze Hall

Hall MuenzerturmImposante Maschinen und wertvolle Münzen erwarten die gesamte Familie im Museum der Münze Hall. Der Münzerturm, das berühmte Wahrzeichen der Stadt Hall, fasziniert mit Licht- und Geräuscheffekten und erzählt die Geschichte der Stadt. Der Aufstieg wird mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Ein Computerterminal liefert Hintergründe zu Stadt und Architektur und lässt Besucher mittels eines eigenen Programms wie ein Vogel die Türme hinauffliegen. Der Falkenbereich dagegen zeigt in der Burg aufgezogene Turmfalken. Auch im integrierten Museum der Stadtarchäologie kann man mit Glück den Archäologen direkt bei der Arbeit zusehen. Die dreiläufige Wendeltreppe – eine außergewöhnliche, architektonische Besonderheit – führt dann zum Europataler, dem größten Silbertaler der Welt. Mithilfe von Münzmeister Franz, dem Audioguide, können die Besucher/innen 500 Jahre Münzgeschichte erforschen und dabei den Geheimnissen von Münzfälschern und technischen Sensationen auf die Spur kommen.

Schreibmaschinenmuseum der Marktgemeinde Wattens

BlickensderferDas 2002 gegründete, einzige öffentlich zugängliche Schreibmaschinenmuseum Österreichs bietet Einblicke in die 150-jährige Entwicklungsgeschichte der Schreibmaschine. Die Sammlung umfasst über 550 voll funktionsfähige Maschinen und reicht von 1884 bis in die Gegenwart. Neben Reise- und Büromodellen sind auch verschiedene Spezialmaschinen zu besichtigen. Ein betriebsbereiter Fernschreiber mit Lochstreifen ermöglicht den Einblick in die Datenfernübertragung. Blindenschrift, Spielzeug-, Chiffrier- sowie Spezialmaschinen ergänzen die Sammlung. Für Auskünfte und Altersbestimmungen von Schreib- und Rechenmaschinen stehen Fachleute zur Verfügung.

Swarovski Kristallwelten

riese_d+ñmmerung_by Anatol Jasiutyn_04-002-41Als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs haben die Swarovski Kristallwelten seit ihrer Eröffnung 1995 schon über zwölf Millionen Besuchern unzählige Momente des Staunens beschert. Künstler/innen aus aller Welt finden in den 14 unterirdischen Wunderkammern eine Bühne, um Kristall auf ihre ganz eigene Art zu interpretieren. Machen Sie sich auf die nächtliche Reise durch das funkelnde Innere des Riesen und lassen Sie sich entführen in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen! Achtung: Letzte Besuchsgelegenheit vor der großen Umbauphase!

Tag des Denkmals 2014 in Hall in Tirol

„Illusionen“ in unterschiedlichen Facetten
Tag des Denkmals am 28.09.2014 unter dem Motto „Illusion“

In Tirol bieten 11 Orte an 17 Stationen am Sonntag, den 28. September, Interessantes, Ungewöhnliches, Informatives rund um die Bedeutungsinhalte von „Illusion“. Der vom Bundesdenkmalamt organisierte 17. Tag des Denkmals ermöglicht kostenlos den Zutritt zu sonst teils verschlossenen Objekten und Räumen, bietet Spezialführungen und Ausflüge in die Vergangenheit.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA„Illusion“ – laut Duden „1. eine dem eigenen Wunschdenken entsprechende, schöne Vorstellung in Bezug auf etwas, was in der Wirklichkeit nicht oder nicht so ist, 2. eine falsche Deutung von tatsächlichen Sinneswahrnehmungen, 3. eine Täuschung durch die Wirkung des Kunstwerks, das die Darstellung als Wirklichkeit erleben lässt“ – diese Bedeutungsinhalte und Interpretationsmöglichkeiten des heurigen Themas decken die nachfolgenden Programmpunkte ab.

Illusionen mit malerischen Mitteln gilt es in der Angather Pfarrkirche, in einigen Räumen des Stiftes Wilten in Innsbruck, des Festsaals des Schlösslhofes in Axams und des Klosters Thurnfeld in Hall in Tirol zu erleben.

Hall in Tirol – Salesianerinnenkloster Thurnfeld: Landschaftsveduten und Hauskapelle

 Ein überraschender Neufund wurde im Zuge der Adaptierung einiger ehemaliger Klosterräume für die Schulnutzung gemacht. Veduten in spätbarocker Architekturrahmung bieten im zukünftigen Konferenz- und Besprechungszimmer illusionistische Landschaftsausblicke. Gleich daneben befindet sich die Hauskapelle des so genannten „Alten Hauses“ im Salesianerinnenkloster Thurnfeld mit Wand- und Deckenmalereien von Caspar Waldmann und einem Renaissanceretabel von herausragender Qualität. Der 1584 benedizierte Säulenaltar mit Dreiecksgiebel und Seitenflügeln zeigt im offenen Zustand neun Bildfelder mit Szenen aus dem Leben Jesu, an den Flügelinnenseiten sechs Heiligendarstellungen. Die Außenseiten der Altarflügel und die Rückwand des Altarschreines mit den Abbildungen der vier Heiligen Kunigunde, Wolfgang, Andreas und Petrus stammen von Lukas Cranach (um 1520).

Zugänglich nur mit Führung, halbstündlich von 10:00–12:30 und von 14:00–16:30.

6060 Hall in Tirol, Kaiser-Max-Straße 3

Illusionen im Sinne einer Wunsch- oder Idealvorstellung manifestieren sich in der Vorstellung vom intakten Dorfkern in Fließ, in einem Almerlebnis in der Kappler Alpe Dias, in einem barocken Straßenstück zwischen Karrösten und Roppen, welches das Reisen von anno dazumal erlebbar macht oder in der fotografischen Erinnerung an den im 2. Weltkrieg verlorenen Waldmannsaal im Palais Tannenberg-Enzenberg in Schwaz. Eine Illusion blieb auch das Kraftwerksprojekt am Stuibenbach oder der Kirchenbau in Hörbrunn, wo jeweils Ruinen von der einst begonnenen Bautätigkeit zeugen.

bda_Hall KaiserMaxStr3_5 19Denkmalpflegerisch fern jeder Illusion, im Gegenteil, nämlich fundiert und restauratorisch höchst anspruchsvoll wurde in der Widumskapelle in Axams oder der Kapelle von Schloss Bruck in Lienz gearbeitet.

Die Silberstadt Schwaz verschreibt sich dem Entwickeln denkmalpflegerischer Visionen statt Illusionen, z. B. in der Vorbereitung der Außenrestaurierung der Pfarrkirche durch eine Musterachse oder in der Schärfung des Bewusstseins von Einheimischen und Gästen für das vielfach hinter den erneuerten Hausfassaden vorhandene baukünstlerische Erbe aus der Zeit der Gewerken und des Silberbergbaus.

Eines ist ganz sicher eine „Illusion“ – dass die Besucherinnen und Besucher es schaffen, alle Tiroler Programmpunkte an einem Tag zu besuchen….

Wiki loves Monuments – Fotowettbewerb
Zum vierten Mal lädt der internationale Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ im Vorfeld zum Tag des Denkmals alle am kulturellen Erbe interessierten Menschen ein, die in der Wikipedia Österreich in der Denkmalschutzliste österreichischer Denkmale erfassten Objekte zu fotografieren und die Fotos einzureichen. 2013 wurden über 11.000
hochgeladen. Der Fotowettbewerb startet am 1. September, auch heuer warten spannende Preise.

Denkmale neu entdecken, Engagement aufzeigen
Erstmals 1998 organisiert, ist der Tag des Denkmals in Österreich Teil der europaweiten, unter der Patronanz des Europarats stehenden Initiative „European Heritage Days“. 50 europäische Länder feiern dabei die kulturelle Vielfalt des Kontinents. Die neue Website www.europeanheritagedays.com ermöglicht einen vergleichenden Blick auf die Programme.

Das Bundesdenkmalamt erforscht, schützt, pflegt und vermittelt
Denkmale sind einmalige und unersetzbare materielle geschichtliche Zeugnisse, von der Urzeit bis zur Gegenwart. Das Bundesdenkmalamt ist die Fachinstanz, die im gesetzlichen Auftrag das Kulturerbe Österreichs behütet. Sein Ziel ist die Bewahrung des kulturellen Erbes als unersetzliches Kapital für die Zukunft. Die Verantwortung für die Erhaltung der Denkmale lässt sich nur in Zusammenarbeit mit Ländern, Gemeinden, Diözesen, Eigentümer_innen und den vielen hoch spezialisierten Fachleuten wahrnehmen.

Image und Ansehen Österreichs werden erheblich vom großen Reichtum seiner Denkmale geprägt. Denkmalschutz und Denkmalpflege sind auch eine Verpflichtung gegenüber der kulturellen Vielfalt Europas und der Welt. Bewahrung und Instandhaltung der Denkmale bilden einen wesentlichen Faktor für die österreichische Volkswirtschaft. Bei den Bemühungen um Erhaltung und Nutzung der Denkmale versucht das Bundesdenkmalamt stets einen Konsens mit den Denkmaleigentümer_innen herzustellen.
Programm zum Tag des Denkmals 2014 ab Mitte August: www.tagdesdenkmals.at

Der Vogelmensch und Skisprunglegende Toni Innauer im Gemeindemuseum Absam

Dienstag, 18. März 2014, 20 Uhr
Gemeindemuseum Absam

Eintritt frei

Ein früher Dokumentarfilm von Werner Herzog über den in den 1970er Jahren seine Konkurrenz weit überragenden Schweizer Schiflieger Walter Steiner. Herzog zeigt Steiner als einen Menschen, der ganz genau um den tagtäglichen Selbstbetrug, der sportlichen Spitzenleistungen vorausgeht, weiß. »Die Schiflieger hören es nicht gerne, wenn man von Angst spricht. Sie sprechen von Respekt vor der Anlage oder von was weiß ich. Nur nicht von Angst«, sagt Steiner und lacht.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb 1975 über Herzogs Film: »Nichts ist zu hören von jenem unsäglichen Kumpelton, mit dem üblicherweise Sportmoderatoren ihre Gesprächspartner duzend zu konfrontieren pflegen. Er beläßt Steiner die Aura, die einem Menschen, der Ungewöhnliches leistet, zukommt. Und Herzog kann es sich leisten, die Konstruktionsprinzipien seines Films offenzulegen, Kamerapositionen, Zeitlupentechnik zu erklären, ohne daß die Faszination seiner Reportage leidet. Denn die kommt nicht von der technischen Perfektion, sondern von einem Menschen, an dessen Schicksal wir Anteil nehmen.«

InnauerNach einem Sturz im – damals noch jugoslawischen – Planica, wo der Film bei der ersten Schiflug-Weltmeisterschaft 1972 gedreht wurde, kann der Zuschauer nachvollziehen, wie Steiner schlagartig in den Selbsterhaltungsmodus wechselt. Steiner springt unmittelbar nach dem Unglück ein zweites Mal. »Wenn ich nicht gesprungen wäre, hätte ich eine große Angst bekommen vor dem Schifliegen. Sobald ich wieder einen Sprung gestanden hatte und wusste, dass es geht … dann war das die Rettung für mich«, sagt Steiner in Herzogs Kamera, die Stirn noch blutverschmiert. Walter Steiner gewann den Wettbewerb schließlich in fast absurder Überlegenheit. Herzog vermerkte es als Randnotiz. Noch heute kennt man Walter Steiner in der Schweiz unter seinem Spitznamen: »Der Vogelmensch«.

Nach der Filmvorführung gibt es ein persönliches Gespräch mit Skisprung – Legende Toni Innauer.

Haller Nightseeing 2013

Freitag, 25. Oktober 2013, 18 Uhr bis Mitternacht

Am Abend vor dem Nationalfeiertag (26.10.2013) bietet sich ab 18 Uhr die besondere Gelegenheit, ansonsten nicht öffentlich zugängliche Bereiche von kultureller Bedeutung zu besichtigen, Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe der Haller Altstadt zu besuchen, sowie den Abend in den mitwirkenden Lokalen gesellig ausklingen zu lassen.

Beim Kulturprogramm wurden auch dieses Jahr wieder verborgene Schätze in Hall ausgewählt, um der Bevölkerung und Gästen die Möglichkeit zu geben, diese kennenzulernen. Ein Schwerpunkt, der Gesundheit und Architektur verbindet, findet im und um das Kurhaus statt. So wird dort etwa Architekt Markus Illmer über Raumkonzept und Baugeschichte informieren. Sole als Medizin ist das Thema von Gastreferent Horst Hambrusch, der in zwei Rundgängen durch das Haller Freiluftinhalatorium führen und Wissenswertes zur Geschichte des Gradierwerkes sowie der Heilwirkung der Sole erzählen wird. Einblicke in den Spa-Bereich des Parkhotels Hall, ein Kurzworkshop in Entspannungs-/Atemübungen und Schnuppermassagen runden diesen Schwerpunkt ab. Geschichtsträchtiges bietet das Fotoarchiv der Stadt Hall im Rosenhaus. Das Fotoarchiv wird ehrenamtlich von Mitgliedern des Fotoclubs betreut, die über die Arbeit eines Fotoarchivars berichten werden.

Traditionell nicht fehlen dürfen beim Haller Nightseeing das Rathaus samt Standesamt und Zimmer der Bürgermeisterin sowie die Burg Hasegg. Dort lädt die Stadtarchäologie zu einer Taschenlampenführung zum Thema Flusslandschaft und Stadtentwicklung ein. Das Museum der Stadtarchäologie, eine Präsentation von „CityNet TV“ (neues Produkt der Hall AG) im Burghof und der Aufstieg auf den Münzerturm bilden einen weiteren ortsbezogenen Schwerpunkt.

Die mitwirkenden Geschäfte werden an diesem Abend bis 24 Uhr geöffnet halten und ihre Kunden etwa mit einer Architekturführung, Gewinnspielen oder musikalischer Unterhaltung überraschen.

Sportlich präsentiert sich der Tourismusverband Region Hall-Wattens in der Wallpachgasse: Hier kann in einem Testparcour Schneeschuhwandern probiert oder der Freizeitticket-Vorverkauf zu Sonderpreisen genutzt werden.

Weitere Infos unter www.hall-in-tirol.at oder www.hall-wattens.at 

Das Haller Nightseeing ist eine Veranstaltung des Tourismusverbands Region Hall-Wattens / Stadtmarketing Hall in Tirol.