Salz vom Himmel im Halltal? Ein Filmnachmittag im Gemeindemuseum Absam

Kam das Salz im Halltal wirklich vom Himmel? Dieser Frage wird am Sonntag, dem 20. Mai, ab 16 Uhr im Gemeindemuseum Absam nachgegangen.

»Nahe am Gipfel der Alpen, ringsum von nichts als nahen Felswänden eingeschlossen, keine Aussicht, als die Berge und den Himmel über sich, und die steil abfallende Tiefe des Hallthales unter sich, mit kümmerlicher Vegetation, umgeben von dem Schweigen einer wilden Alpennatur, welches nur von Zeit zu Zeit durch die Erscheinung eines aus- oder einfahrenden Bermanns und das periodische Auslaufen der Hunde unterbrochen wird, auf dieser so einsamen Höhe fühlt man recht die Würde des Bergbaus.« – aus einem Bericht über den Salzbergbau im Halltal aus dem Jahr 1814.

Die Herrenhäuser in St. Magdalena

Am Beginn des Programms werden zwei historische Filme aus den Jahren 1926 und 1935 gezeigt. Der erste mit dem Titel “Hall in Tirol – Die alte Salinenstadt” ist ein Stummfilm aus dem Jahr 1926. Damals versuchte man, Hall als Fremdenverkehrs- und Kurort zu etablieren. Zwischen den zahlreichen gestellten und damit auch geschönten Szenen dieses Films aus der Haller Altstadt finden sich auch einige Aufnahmen von der Arbeit am Salzbergbau in Absam. Und auch der zweite Film, bereits ein Tonfilm aus dem Jahr 1935, behandelt kurz den damals touristisch genutzen Schaubetrieb im Halltal.

Karl Feistmantl aus Absam hat von 1949 bis lange nach der Schließung im Jahr 1967 im Salzbergbau in Absam aber auch in der Saline in Hall gearbeitet und kennt als ehemaliger Steiger die gesamte Betriebsanlage. Zusammen mit dem Publizisten Günter Amor wird er die Filmszenen erläutern und besonders über die in Jahrhunderten im Halltal entstandene Industrielandschaft und die dort angewandten Techniken berichten.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei!

Mehr Infos unter http://www.hall-wattens.at oder www.absammuseum.at

Bach & Co: Musik im Riesen 2012

Ab 11. Mai ist es wieder soweit: das alljährliche Kammermusikfestival “Musik im Riesen” findet in den Swarovski Kristallwelten in Wattens statt.

Das vom Tiroler Komponisten und Pianisten Thomas Larcher auf höchstem Niveau zusammengestellte Kammermusikprogramm konnte sich in den letzten Jahren als kreativer Freiraum etablieren, in dem der künstlerische Austausch und ein intensives Musikerlebnis im Mittelpunkt stehen.

Alban Gerhardt (Copyright Sim Canetty-Clarke)

Musik für kleine Besetzungen von Johann Sebastian Bach, Kompositionen für Violoncello vom Barock bis zur Jetztzeit und das Miteinander von klassischer, Jazz- und internationaler Volksmusik stehen 2012 im Fokus des Festivals Musik im Riesen.
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Emerson String Quartet (Copyright Lisa-Marie Mazzucco)

Vom 11. bis 16. Mai 2012 laden die Swarovski Kristallwelten zu einer Uraufführung der estnischen Komponistin Helena Tulve, zu Auftritten von Matthew Barley, Alban Gerhardt, Louis Lortie, Paul Meyer, Viktoria Mullova, des Emerson und des Tokyo String Quartet ein. Erstmals wird das Konzertprogramm auch durch Einführungsgespräche mit den Künstlern des Festivals ergänzt.
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Den Solo- und Kammermusikwerken des Künstlers gilt ein besonderer Festivalschwerpunkt. Zu hören sein werden die Sonate g-Moll für Viola da gamba und Cembalo BWV 1029 – in einer Fassung für Violoncello und Akkordeon – sowie Teile aus zwei seiner berühmtesten Werkzyklen: Zur Festivaleröffnung spielt die Geigerin Viktoria Mullova im Swarovski Werk I die Partiten Nr. 2 und 3 aus den Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1001–1006, am 14. Mai 2012 tritt der deutsche Cellist Alban Gerhardt mit der sechsten der Suiten für Violoncello solo BWV 1007–1012 in den Swarovski Kristallwelten auf.
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Turmfalken – Fans aufgepasst: Schon fünf Eier im Nest!

In Kooperation mit dem Alpenzoo startete die Münze Hall im Jahr des Turmfalken 2007 ein Wiederansiedlungsprojekt dieser besonderen Greifvögel.
Bereits zum sechsten Mal haben sich nun Turmfalken im Münzerturm der mittelalterlichen Burg Hasegg im extra für sie eingerichteten Nest niedergelassen, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen.

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Seit etwa einem Monat halten sie sich immer wieder im Nest und rund um den Turm auf,
Nun liegen bereits fünf Eier im Nest, die vom Falkenweibchen fast rund um die Uhr bewacht werden.

Über die Live-Cam auf www.muenze-hall.at kann man ab sofort wieder live dabei sein und die Aufzucht der beliebten Turmfalken – Jungen mitverfolgen.

Wer mehr über dieses beliebte Projekt erfahren möchte, kann dies am besten bei einem Besuch des Museums Münze Hall tun – hier gibt es neben einem liebevoll gestalteten Film über die Aufzucht des ersten Falken auch die älteste Talerprägestätte der Welt und viele weitere spannende Ausstellungsgegenstände zu sehen. Und mit etwas Glück kann man sogar mit eigenen Augen einen der jungen Turmfalken bewundern!

Mehr Informationen unter http://www.hall-wattens.at/de/fuehrung-museum-muenze-hall.html

 

 

Ausstellung “Asche zu Asche” in der Münze Hall

Für Kunstinteressierte: Vom 6. – 27. Mai 2012 findet in der Burg Hasegg im Mai die Ausstellung „Asche zu Asche“ der Tiroler Künstlerin Heidi Holleis statt.
 

Heidi Holleis

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Ausstellungseröffnung:  Am Samstag, 5. Mai 2012 ab 19 Uhr in der Burg Hasegg

Eröffnung: Vizebürgermeisterin Dr. Eva Posch
Einführende Worte: Dr. Elisabeth Larcher

Lesung mit Brigitte Jaufenthaler im Rahmen der Eröffnung

Ausstellungsdauer:

6.–27.Mai 2012, Dienstag-Sonntag von 10-17 Uhr (spätester Einlass 16 Uhr)

Zur Ausstellung:

Manchmal entsteht Kunst völlig unerwartet.
Aus Gedanken die seit langer Zeit den Geist beschäftigten oder solchen,
die tief im Unterbewusstsein verborgen waren. Und plötzlich und ganz
unvorhergesehen bahnen sie sich einen Weg, sie kommen an die Oberfläche,
durchbrechen diese. So wie die in dieser Ausstellung gezeigten Bilder
von Heidi Holleis aus Holzasche in Eitempera auf Baumwolle, 2011-2012.
Sie lassen dem Betrachter viel Freiraum für eigene Empfindungen.
 
Die Künstlerin selbst verbindet verbranntes Holz vor allem mit Metamorphose,
neuem Leben und dem Prozess der Reinigung. Holleis‘ Bilder und Installationen
strahlen tiefe Ruhe aus. Insofern symbolisieren sie auch eine der großen Sehnsüchte
der heutigen Gesellschaft, in der sich die Menschen Beständigkeit, Klarheit
und Kontemplation erhoffen.

Weitere Infos:

www.hall-wattens.at

Rund, knackig, köstlich: Das Radieschenfest in Hall in Tirol

Nur wenige wissen, dass rund 60% aller in Österreich angebauten Radieschen aus der “Genussregion Nordtiroler Gemüse”, die sich rund um Hall erstreckt, kommen. Das junge Gemüse schätzt nämlich die klimatischen Vorzüge hier: Wie Sonnenkollektoren erwärmen sich die nach Süden geneigten Flächen zwischen Rum und Absam schon in der noch tiefstehenden Frühlingssonne und ermöglichen so Aussaaten bereits ab Mitte Februar. Mitte April,also dieser Tage, können dann schon die ersten knackig-scharfen Radieschen geerntet werden!

Die Radieschenernte stellt außerdem den Auftakt der Gemüsesaison dar. Deswegen wird das Radieschen am kommen Samstag groß gefeiert, und zwar bei

Haller Radieschenfest am 28. April 2012 am Stiftsplatz in Hall in Tirol
10 – 16 Uhr, gefeiert wird mit Musik, heimischen Schmankerln und natürlich vielen vielen
Radieschen!

Mehr zur Genussregion Hall-Wattens unter: http://www.hall-wattens.at/de/kulinarik.html

Hall als Schauplatz einer internationaler Filmproduktion – Hollywood lässt grüßen

In den letzten Wochen wurden zahlreiche Szenen für das Bergsteigerdrama “K2 – The Italian Mountain” an verschiedenen Schauplätzen in der Region Hall-Wattens unter der Regie von Robert Dornhelm gedreht. Nun sind die Dreharbeiten mit zahlreichen bekannten italienischen Schauspielern fast beendet. Das Team des TVB Region Hall-Wattens durfte bei den Dreharbeiten dabei sein und spannende Einblicke gewinnen:

Für fast acht Wochen hat das international besetzte Filmteam in Tirol seine Zelte aufgeschlagen, für den Fernsehfilm, der später auch in die Kinos kommen wird, sind 4,5 Millionen Euro Budget veranschlagt. Man darf auf das Ergebnis gespannt sein!

Mehr Infos zur Region und bald auch News zum Film gibts unter www.hall-wattens.at

Regionaler Jungunternehmer landet nachhaltigen Verkaufshit

Der wunderschöne gelegene Zirbenweg vom Glungezer zum Patscherkofel oberhalb des Ortes Tulfes in der Region Hall-Wattens erschließt auf rund 2000 Meter Meereshöhe den größten Zirbenwald der Alpen. Das Jahr 2011 stand im Zeichen des Waldes und als Baum des Jahres war die Zirbe, die auch als Königin der Alpen gilt, in aller Munde.

Durch eine Studie des Joanneum Institutes in der Steiermark, die erstmals die positiven Eigenschaften und den Einfluss dieser Nadelholzart auf den Menschen wissenschaftlich belegte, wurden zahlreiche Ideen rund um dieses Thema geboren. So gelang auch dem Gastronomen Hannes Lafner vom Panoramagasthaus Neue Gufl in Tulfes ein einzigartiges Produkt: Das Original Zirbenkugel Set. Der Jungunternehmer legt dabei eine Kugel des wohlriechenden Holzes auf eine Glaskaraffe. Das Unglaubliche dabei: Lässt man die Zirbenkugel ca. 30 – 45 min. am Wasserkrug liegen, so nimmt das Trinkwasser durch die ätherischen Öle im Holz sowohl Duft als auch Geschmack der Zirbe an. Nachdem das Original Zirbenkugel Set anfangs nur im Panoramagasthaus verkauft wurde, zog es schnell die Aufmerksamkeit vieler Interessenten auf sich. Hannes Lafner meldete den Designschutz beim HABM (Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt) an und begann damit, einen Vertrieb für das bahnbrechende Produkt aufzubauen.

Schnell konnten einige namhafte Hotels, Restaurant und Firmen als Kunden gewonnen werden – das “Original Zirbenkugel Set” erfreute sich besonders als Innovation in der Hotellerie und Gastronomie großer Beliebtheit. Da die Nachfrage auch bei vielen privaten Interessenten immer mehr anstieg, lag es nahe, auch ein Händlernetz aufzubauen. In Tirol konnten alsbald tolle Partner gewonnen werden, die die Zirbenkugel in ihr Sortiment aufnahmen – der Grundstein für den Erfolg war gelegt. Gemeinsam mit einem Partner wurde die Zirbenkugel OG gegründet, welche die Produktion und den Vertrieb organisiert und optimiert – so kann das “Original Zirbenkugel Set” auch mit personalisierter Logogravur auf der Kugel angeboten werden, was sich als ideales Kundenbindungsgeschenk erwiesen hat. Mittlerweile blickt das junge Unternehmen auf eine solide Basis von mehr als 15 Händlern und zahlreiche Referenzadressen.

http://www.hall-wattens.at/de/zirbenweg.html

www.zirbenkugel.com

 

Team Karwendel – Projektplattform für Freiwillige im größten Naturpark Österreichs

Letzte Woche hat der Alpenpark Karwendel ein innovatives Projekt für den Naturschutz vorgestellt:  Unter dem Namen „TEAM KARWENDEL“ wird allen Interessierten die Möglichkeit geboten, aktiv an der Natur- und Landschaftsschutzarbeit mitzuwirken. Die heurigen Projekte reichen von Biotoppflege im Halltal, über Zaunreparaturen am Großen Ahornboden bis zur Mithilfe bei der Besucherzählung im Sommer und Herbst. „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesem Angebot zahlreiche engagierte Menschen ansprechen“, erklärt Bgm. Josef Hausberger, Obmann des Vereins.

Langjährige Erfahrungen                             

C: Alpenpark Karwendel

Bereits seit mehreren Jahren organisiert der Alpenpark Karwendel – meist gemeinsam mit anderen Organisationen wie dem Oesterreichischen Alpenverein – Freiwilligenprojekte im Naturpark. So konnten im Rahmen von Umweltbaustellen und Bergwaldprojekten bereits zahlreiche Einsätze für die Karwendelmoore, im Bereich der Almpflege und am Ahornboden umgesetzt werden. Darüber hinaus gab es letztes Jahr mit der Müllaktion am Hafelekar und der Revitalisierung der Walderalmteiche weitere lokale Initiativen. Anmeldung Die Anmeldung erfolgt sehr einfach über www.karwendel.org. Hier finden sich auch die grundlegenden Informationen zu den einzelnen Projekten. Prinzipiell sind die Aktionen ein- bis zweitägig; die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

C: Alpenpark Karwendel

BIO vom BERG als Partner
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit „BIO vom BERG“ unseren Wunschpartner für die Verköstigung des Teams Karwendel gewinnen konnten“, erklärt Hermann Sonntag. Somit ist für das leibliche Wohl mehr als gesorgt. Vielleicht ein weiteres Argument, um bei unseren Freiwilligeneinsätzen mitzuhelfen. Das Projekt wird auch im Rahmen der Ländlichen Entwicklung unterstützt.

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Der Alpenpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² das größte Tiroler Schutzgebiet und der größte Naturpark Österreichs. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern und Wildflüssen und beherbergt eine hohe Artenvielfalt.

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Weitere Informationen

http://www.hall-wattens.at/de/wandern-alpenpark-karwendel.html                                         http://www.karwendel.org/de/aktuelles/2012_TeamKarwendel_Vorstellung.php

Geheimtipp für Hobbyfotografen: Naturfotografie – Workshop im Alpenpark Karwendel

Die beiden bekannten Naturfotografen Reinhard Hölzl und Anton Vorauer begleiten Sie zu den schönsten Plätzen im größten Naturpark Österreichs!

Die Motive:
Das Karwendel bietet eine unglaubliche Motivvielfalt, die von zahlreichen Landschaftstypen wie Schluchten, über verschiedene Wälder und Almen bis zu den kargen Gipfelregionen reicht. Auch in der Tierfotografie und im Makrobereich gibt es unzählige Möglichkeiten und Motive.

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Das Programm in der Theorie:
• Motive: Landschaften • Tiere • Pflanzen • Makro
• Wissensgrundlagen: Die Natur verstehen • Zur rechten Zeit am richtigen Ort
• Bildgestaltung: Fotografisches Sehen • Beleuchtung • Licht und Schatten• Linien und Farben • Blickwinkel und Bildwinkel • Schärfentiefe • Freistellen • Gestalten mit dem Umfeld • Besonderheiten der Naturfotografie
• Die richtige Ausrüstung: Stative • Zubehör • spezielle Hilfsmittel
• Fotografieren im Freien: Kleidung • Heiße Sonne • Regen und Feuchtigkeit • Wind und Kälte

Das Programm in der Natur:
• Wildes Wasser – tiefe Schluchten – Schluchtenwanderung mit unterschiedlichen Ein- und Ausblicken
• Almwanderung – Frühling der Alpenflora im Karwendel
• Im Tal der Gämsen und Blumen – Alpenflora, Insekten, abwechslungsreiche Landschaften
• Berg der Extreme – außergewöhnlich kontrastreiche Landschaft, Steinböcke
• Digiscoping – die Kunst der Fotografie durch das Spektiv (Ausrüstung von Swarovski Optik steht zur Verfügung)

Die Eckdaten zum Workshop

Leistungen:

  • 4 Übernachtungen mit Frühstück im ***Gasthof Ebner in Absam am Fuße des Alpenparks Karwendel
  • Tägliches Lunchpaket mit Obst und Getränke für den Tag
  • Naturfotografie-Workshop
  • Transfer zu den verschiedenen Locations
  • Auswahl an Ferngläsern und Swarovski-Spektiven (Digiscoping)
  • Informationsmappe über den Alpenpark Karwendel
  • Kalender Alpenpark Karwendel 2013
Preis: 599,- Euro

http://www.hall-wattens.at/de/naturfotografie-workshop-alp-1.html

Die 2. Woche beim Osterfestival 2012

Nachdem die erste Woche regen Publikumszulauf und großes Medieninteresse Auch die zweite Woche des Osterfestivals wartet mit vielen hochkarätigen Veranstaltungen in Hall auf:

Dienstag, 03.04.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall:

ensemble recherche: HUBER, PAUSET, RIHM, SCIARRINO

©Osterfestival

Das ensemble recherche ist seit Jahren beim Osterfestival Tirol zu hören. Aufs Neue wird faszinierend sinnlich und kompetent jene Neue Musik zugänglich gemacht, die meist schon wenig später zu den Klassikern der Gegenwart zählen darf. Bei aller instrumentalen Virtuosität geschieht – neben dem artistischen, ästhetischen Vergnügen auch die klare Deutung unseres Seins in seinen aktuellen Nöten, Zielen, Wegen und Umwegen. Die “Schwarzmärkte” von Brice Pauset z. B. wurden von der iranischen Künstlerin Chohreh Feyzdjou (gest. 1996) inspiriert: In ihrer Kritik an einem ohne schöpferische Konflikte glatt und konsumierbar gemachten Leben weist sie auf den Verlust der Zusammenhänge, der Bedeutungen der Freiheit des Einzelnen für alle.

Donnerstag, 05.04.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall:

KLAGELIEDER: AUBERY Leçons des Ténèbres

©Osterfestival

Die Leçons des Ténèbres (“Finstermetten”) sind Klagegesänge über die Zerstörung des Lebens und der Kultur, dem Propheten Jeremia zugeschrieben. Neben den bekanntesten Vertonungen des französischen Barock von Jean Gilles, François Couperin, Marc-Antoine Charpentier, de Lalande oder Michel Corrette ist die Musik von Mathieu Aubery eine Entdeckung. Über den Komponisten wissen wir fast nichts, außer dass er von 1722 bis 1736 Mitglied der spanischen Königlichen Kapelle war. Seine Leçons sind in bestem französischen Stil gehalten: Zwei Solisten bringen in hochexpressivem, elegant verziertem Gesang die immer gültige Klage über den Verlust des guten Lebens, eindringlich begleitet von wenigen Instrumentalisten: Convertere Jerusalem… Wende dich zurück zu deinem Gott!

Karfreitag, 06.04.2012, 15:00 Uhr, Stiftskirche:

Karfreitagsliturgie in der Stiftskirche (Herz-Jesu-Basilika), freier Eintritt

©Osterfestival

Am Karfreitag wird in den christlichen Kirchen etwas gepriesen und besungen, was der durchschnittliche Bürger kaum je nur denken möchte, nämlich die Ohnmacht des allmächtigen Todes. Jener Tod Gottes am Kreuz, der qualvolle Tod des Menschensohns, wird genau erzählt, in wunderbarer Harmonie feierlich besungen im ersten, Jahrhunderte alten lateinischen Gesang der Kirche: Alles Heil für die Welt geht von ihm aus – vom Kreuz, dem Ort schlimmsten Endes. Immer wieder singen sie “O crux, ave” – “Sei gegrüßt, Kreuz” – und in langer Klage über sein Leid fragt Christus selbst “Popule meus, quid feci tibi? Aut in quo contristavi te? Responde mihi.” – “O du mein Volk, was tat ich dir? Betrübt’ ich dich? Antworte mir!” An diesem Nachmittag um 15 Uhr ist die Passion, die Tragödie der Menschen und alle Hoffnung zu erleben. Still und machtvoll wie selten eine unserer vielen Klagen.

Karsamstag, 07.04.2012, 07:00 Uhr, Stiftskirche:

Trauermette in der Stiftskirche (Herz-Jesu-Basilika), freier Eintritt

©Osterfestival

Unter den Offizien der Karwoche beeindruckt vor allem der Gesang der Frühmette, der so genannten Trauermetten: Das Dekor ist von schlichter Strenge, ohne Teppiche und Schmuck, der Altar bleibt unbedeckt. Die bewusst einfach gehaltene Kleidung der Kirchenfürsten betont die vorrangige Bedeutung der Passion Christi in Lesung und Gesang der Heiligen Schriften. Zu sehen sind nur ein großer fünfzehnkerziger Leuchter, die sechs Altarkerzen und, in der Mitte des Chors, das Pult, von dem aus die “Lektionen” gesungen werden. Im Verlauf des Gottesdienstes werden von einem Priester eine nach der anderen Kerze ausgelöscht. Ganz zum Schluss wird die letzte Kerze einen Augenblick hinter dem Altar verborgen, wobei die Anwesenden durch Klopfen auf die Stühle gewissermaßen Aufruhr simulieren (“fragorem facientes”), um das Wiedererscheinen zu erzwingen. (Bericht 16. Jh).

Karsamstag, 07.04.2012, 18:00 Uhr, Salzlager Hall:

KAPSBERGER Musik der Karwoche

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Giovanni Girolamo Kapsberger (ca. 1580-1651) ist mit seinen virtuosen Lautenstücken erst seit Kurzem wieder in unserem Gedächtnis. Zu höchsten Ehren kam er unter Papst Urban VIII. (Barberini), dessen lateinische Gedichte er vertonte. Von 1625 bis zum Tod seines Förderers 1644 stand Kapsberger im Dienst der Familie Barberini. Er war sowohl als Theorbist wie auch als Komponist berühmt. Das Ensemble Vivante lässt seine geistliche Vokalmusik erstmals wieder erklingen und zeigt, dass “il Tedesco della tiorba” zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Karsamstag, 07.04.2012, 20:15 Uhr, Salzlager Hall:

MONTEVERDI-Zeit: Passion, Ostern

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Das Konzert bringt Musik, die von den Nonnen im Kloster der “Bräute Jesu” zu Bologna aufgeführt und teilweise auch komponiert wurde. (S. Cesis, C.M. Cozzolani, R. Aleotti, M.X. Perucona, L.O. Vizzana, C.F. Rusca, I. Leonarda und R.G. Badalla). Besser bekannt sind die Männer, die für das Kloster geschrieben haben: Banchieri oder auch Monteverdi. Das Repertoire reichte von polyphonen Dialoge und Madrigale von Monteverdi, die eigens für das Kloster umkomponiert Werken für verschieden große Ensembles über Solomotetten bis zu Lamentationen des Adeligen Alessandro Della Ciaia aus Siena. Und es gab da auch dramatische Dialoge und Madrigale von Monteverdi, die eigens für das Kloster umkomponiert wurden.

Weitere Infos: http://www.hall-wattens.at/de/osterfestival-tirol-2012.html