3. Internationale Klumper WM in Tulfes

Nächstes Wochenende ist es endlich soweit: Die 3. Internationale Klumper – Weltmeisterschaft geht in Tulfes in Tirol ĂĽber die BĂĽhne.

Das “Klumpern” ist eine der originellsten Wintersportarten ĂĽberhaupt. FĂĽr all jene unter euch, denen dieser Sport nichts sagt, hier die Erklärung:

Nach einem Besuch bei der Rodel-WM 1972 in SĂĽdtirol fiel den Tulfer Besuchern ein besonderes Gefährt auf, das die Einheimischen “Rennböckele” nannten. Hierbei handelte es sich um eine Art einkufige Rodel. Unter dem Träger-Brett war eine Eisenschiene angebracht und quer darĂĽber eine Sitzfläche aus Holz montiert. Die Tulfer waren derart begeistert, dass das Gerät zu Hause nachgebaut wurde.

Da sich keiner mehr an den eigentlichen Namen dieses Wintersport-Gefährtes erinnerte, erfand man in Tulfes kurzerhand den Begriff “Klumper” dafĂĽr. Noch im selben Jahr wurde der “Klumperverein Tulfes” gegrĂĽndet. Kurze Zeit später ersetzten die Tulfer die ursprĂĽngliche Eisenschiene durch einen Ski – diese Form der Klumper wird bis heute beibehalten.

Die meisten Modelle sind in Handarbeit gefertigt und individuell verziert. Wer sich selbst eines dieser besonderen Sportgeräte bauen will, für den gibt es eine ausführliche Bauanleitung für eine WM-taOLYMPUS DIGITAL CAMERAugliche Klumper.

Heute hat der Klumperverein Tulfes über hundert Mitglieder, bei den jährlichen Klumperrennen gehen im Durchschnitt siebzig Teilnehmer an den Start. Ein besonderer Höhepunkt ist die Weltmeisterschaft im Klumpern.

WM 2015: Das originellste Wintersportevent des Jahres!

Zur letzten WM im Jahr 2010 pilgerten ĂĽber 100 Klumper-Enthusiasten aus Ă–sterreich, Deutschland, Italien, Frankreich, der Niederlande, Belgien, Tschechien, Kroatien und sogar Neuseeland nach Tulfes. Und lieferten sich dort packende Parallelslalom – Duelle in einem atemberaubenden Tempo von bis zu 100 km/h.

Am Samstag, den 07. Februar 2015 findet die nun die 3. Klumper – WM in Tulfes in Tirol statt.

Kinder- und Jugendrennen am 06. Februar 2015

Das Kinder- und Jugendrennen findet auf der Klumperwiese in Tulfes statt. Es wird ein einfacher Slalom in zwei Durchgängen gefahren.

15:30 Uhr Startnummernausgabe in der KlumperhĂĽtte

17:00 Uhr Rennstart

Nach dem Rennen gibt es ein groĂźes Feuerwerk.

Das schnellste Mädchen und der schnellste Bub sind automatisch für die 3. Klumper-WM am 7. Februar startberechtigt. Sie starten jeweils in der ersten Paarung bei den Damen und Herren.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

WM-Tag am 07. Februar 2015

8:30 Uhr Startnummernausgabe bei der Talstation Glungezerbahn Tulfes
8:30 – 9:30 Uhr Streckenbesichtigung
9:45 Uhr Rennstart Halsmarter-Schusshang
ca. 11:00 Uhr bzw. nach dem ersten Qualifikationslauf evtl. ein Promi-Rennen
ca. ab 12:00 Uhr Finalläufe
ab 17:00 Uhr Einlass zur WM-Party im VZ Tulfes
20:00 Uhr Preisverteilung Kinder-Rennen
20:30 Uhr Siegerehrung der WM-Teilnehmer

anschlieĂźend WM-Party mit “Tirol Sound”, Disco mit TomZon und den Volderer Mullern. Bei der WM-Party gibt es auch eine groĂźe Tombola.

Alle weiteren Infos hier oder hier auf der Vereinsseite des Klumpervereins

 

Freeride Photo Camp 2015: Setz deine Rides in Szene

Freeride Photo Camp 2015: Setz deine Rides in Szene!

Du bist leidenschaftlicher Freerider oder auf dem besten Weg dazu, weißt aber nicht, wieso deine Fotos nur halb so cool wie die Wirklichkeit aussehen? Beim dreitägigen Fotografieworkshop für Freerider und Snowboarder lernst du individuell vom Profi, wie du deine Freestylefahrten professionell in Szene setzt. Ein Theorie- und ein ausgiebiger Praxisteil garantieren fundiertes Basiswissen und ausreichend Zeit zum Üben im Gelände.  Nur keine Scheu: das Freeride Photo Camp ist auch für Anfänger geeignet!

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Workshop – Inhalte

Bildgestaltung: Beleuchtung, Umgang mit Licht, Schatten und Reflexionen, Bildwinkel, Bildkomposition, Umgang mit Farben, fotografisches Sehen, Freistellen, Schärfentiefe, Umfeldgestaltung
Outdoor Fotografieren: richtige Bekleidung – Schnee – Kälte – Wind
Richtig ausgerĂĽstet: Stative & deren Verwendung – Zubehör – Hilfsmittel

Wer kann am Workshop teilnehmen?
Der Workshop ist sowohl für Anfänger als auch fortgeschrittene Hobbyfotografen und Freerider/ Snowboarder geeignet. Auf unterschiedliche Wissensstufen wird individuell eingegangen.

Der Fotograf

01767a_efb0923c6cd5478c98c7918ed498e4eb.jpg_srz_p_350_414_75_22_0.50_1.20_0.00_jpg_srzDominic Ebenbichler (Jahrgang 1979) gehört zu den renommiertesten Sportfotografen Ă–sterreichs. Er fotografiert seit ĂĽber zehn Jahren hauptberuflich, ist Mitarbeiter bei REUTERS und war bei etlichen SportgroĂźveranstaltungen (Olympia, FuĂźball – WM und EMS uvm.) als Fotograf vor Ort.AuĂźerdem arbeitet er fĂĽr die Firmen POC, Nordica, Ortovox uvm. mit den besten Freeridern Ă–sterreichs zusammen und ist ausgebildeter Schneesportlehrer. Zur Homepage von Dominic Ebenbichler: EVEN Productions

Termin

20. – 22. Februar 2015
13. – 15. März 2015

Leistungen und Preis

  • 2 Ăśbernachtungen im DZ im 4* – Hotel mit FrĂĽhstĂĽck
  • 2 – tägiger Fotografie -Workshop mit Dominic Ebenbichler
  • 2 – Tagesskipass fĂĽr das Skigebiet Glungezer
  • Kaffee & Gebäck beim Theorieteil
  • Transfer zu den verschiedenen Locations
  • H.A.D. Multifunktionstuch im Wert von € 21,95.-
  • Preis pro Person: € 398.-
  • Max. Teilnehmerzahl: 12 Personen

Alle Informationen zum Freeride Photo Camp findet ihr hier

 

 

Milser Matschgererwoche 2015

Ein besonderes Veranstaltungs- “Schmankerl” in der Fasnacht 2015 ist die Milser Matschgererwoche. Hier im Ăśberblick das wirklich sehr umfangreiche Programm:image

Dienstag 3.2.2015: GroĂźes Matschgerer- und Muller-Schaug’n

Bereits zum 4. Mal findet im beheizten Festzelt das Matschgerer- und Muller-Schaug’n statt. Super Stimmung ist garantiert mit der Musik „Alpenvagabunden“, den Milser Hexen mit der Wex-Hex-Musik, den Milser Matschgerer, den Absamer Matschgerer, den Rumer Muller und den Thaurer Muller.

Zelteinlass: ab 18:00 Uhr

Veranstaltungsbeginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 7€

 

Freitag 6.2.2015:StĂĽckl- und Kabarettabend

Verschiedene Milser Vereine zeigen lustige Aufführungen und Sketche zu diesen Themen. Das musikalische Rahmenprogramm bestreiten die „Tiroler Mander“.

Auftritt der Pichler Voigasplattler

Mitternacht Internationaler Stargast

Zelteinlass: ab 18:00 Uhr

Veranstaltungsbeginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 7€

 

Sonntag 8.2.2015:GroĂźer Matschgerer-Umzug

Den Höhepunkt der Woche bildet der große Matschgerer-Umzug mit ca. 800 Mitwirkenden. Die Matschgerer- und Muller-Gruppen der umliegenden Dörfer werden echtes Tiroler Brauchtum vorführen.

Zahlreiche Musikkapellen, Festwägen usw. werden für musikalische und heitere Einlagen sorgen.

Umzugsbeginn: 13:30 Uhr

Eintritt: 5€ (bis 14 Jahre frei)

Der Umzug findet bei jeder Witterung statt.

AnschlieĂźend an den Umzug findet der Patschenball im beheizten Festzelt mit den Alpenvagabunden statt (Eintritt frei).

Von 10 Uhr bis 13:30 Uhr, ist wieder der U 1 Frühschoppen im Zelt.

Mit dabei sind:  Zillertalpower

Die Trenkwalder

Die Pfundskerle

Tirolsound

Laura Wilde

 

Zur Vereinswebsite der Milser Matschgerer

Sie sind wieder da: Genusstage am Glungezer

Erst einmal euch allen ein gutes, gesundes und glückliches Jahr 2015! Das neue Jahr startet am Glungezer auch gleich wieder mit einer tollen Aktion, die einige von euch noch aus dem Vorjahr kennen werden: Jeden Donnerstag ist ab 08. Jänner 2015 wieder Genusstag am Glungezer.

Wöchentlich stellen die teilnehmenden Gastronomiebetriebe des Skigebiets in Kooperation mit der Glungezerbahn jeweils einen Restaurantgutschein für zwei Personen zur Verfügung.Kasspatzln

Das Gewinnspiel funktioniert folgendermaßen: Vor Start des Liftbetriebs wurden für jeden Donnerstag in der Wintersaison 2014/15 fünf Liftsessel – Gewinnnummern ausgelost. Diejenigen, die am jeweiligen Tag als Erster in den Gewinnersesseln Platz nehmen, werden dann beim Einstieg mit einem der fünf Gutscheine für je zwei Hauptgerichte überrascht.

Egal ob Wiener Schnitzel, Kaspressknödel mit Kraut, oder sogar das Lieblingsgericht zur freien Auswahl – bei diesem Gewinnspiel ist der Preis wie das Skifahren am Glungezer ein Genuss.

Die teilnehmenden Betriebe:

Alpengasthof Halsmarter
http://www.halsmarter.at/
GluckserhĂĽtte
http://www.gluckserhuette.at/
GlungezerhĂĽtte
http://www.glungezer.at
Tulfeinalm
http://www.hall-wattens.at/de/tulfes/unterkuenfte/details/huette-schutzhuette/tulfein-alm.html
TulferhĂĽtte
http://www.tulferhuette.at/

 

Die Glungezerbahn ist bis 05. April 2015 geöffnet (je nach Wetterlage).

Weitere Informationen unter

www.glungezerbahn.at und www.hall-wattens.at

Was ist Schnee und wo kommt er her?

Weihnachten steht unmittelbar vor der TĂĽr, aber eins fehlt uns noch zum WinterglĂĽck: Schnee. Wenn er schon nicht vom Himmel fällt, so können wir uns zumindest auf Spurensuche in Sachen “WeiĂźe Pracht” machen und erkunden, welche interessanten Fakten es zum Thema Schnee gibt:

Entstehung von Schneekristallen

Bei Temperaturen zwischen 0 und minus 40 Grad gruppieren sich immer mehr sechseckige Schneekristalle an einen Kern (zB. Staubkernchen) an und bilden die Sterne, die unter dem Mikroskop an feinste Spitzenklöpplerarbeiten erinnern. Je nach Umweltbedingungen nehmen die Schneekristalle verschiedene Formen an. Sie sind jedoch IMMER sechseckig, weil sich die Wassermoleküle im Winkel von 60 bzw. 120 Grad anordnen. Die unterschiedlichen Stammformen der Schneekristalle sind temperaturabhängig – bei tieferen Temperaturen bilden sich Plättchen oder Prismen aus, bei höheren Temperaturen sechsarmige Dendriten (Sterne) oder Mischformen. Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Kristallwachstum.SAMSUNG CSC

Die Formenvielfalt des Schnees

Herrscht eine hohe Thermik, so bewegen sich die Kristalle mehrfach vertikal durch die Atmosphäre, wobei sie teilweise aufgeschmolzen werden und wieder neu kristallisieren können. Dadurch wird die Regelmäßigkeit der Kristalle durchbrochen und es bilden sich komplexe Mischformen der Grundformen aus. Über 6000 verschiedene Kristallformen wurden 1962 von Bentley und Humphreys gezählt.

Jede Schneeflocke ist ein Unikat, keines der sechsstrahligen Gebilde gleicht dem anderen. Grund für die unendlichen Variationen sind atmosphärische Einflüsse. Ein Meteorologe bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Flocken genau gleich sind, als ebenso klein wie die Chance, dass im Herbst zwei absolut gleiche Blätter zu Boden fallen. Was als filigranes Kunstwerk zur Erde niederschwebt, ist ein Eisgebilde, das sich um ein Staubkorn in der Wolke gebildet hat.

Ebenso verblüffend wie die Formenvielfalt ist ihre ausgeprägte Symmetrie. Die verschiedenen Verästelungen wachsen in einem Exemplar stets in derselben Weise und offenbar mit ähnlicher Geschwindigkeit, auch wenn ihre Spitzen, an denen sie weiter wachsen, oft mehrere Millimeter auseinander liegen. Eine Erklärung ist, dass die Wachstumsbedingungen an verschiedenen vergleichbaren Keimstellen an den Spitzen zu gleichen Zeitpunkten immer recht ähnlich sind.

Warum ist der Schnee weiĂź?

Die weiße Farbe des Schnees liegt darin begründet, dass der Schnee aus Eiskristallen besteht. Jeder einzelne Kristall ist, wie Eis als solches, transparent; das Licht aller sichtbaren Wellenlängen wird an den Grenzflächen zwischen den Eiskristallen und der umgebenden Luft reflektiert und gestreut. Eine ausreichend große Ansammlung von Eiskristallen mit zufälliger Lagebeziehung zueinander führt damit insgesamt zu diffuser Reflexion; Schnee erscheint daher weiß! Ein ähnlicher Effekt ist beispielsweise auch bei Salz beim Vergleich von Pulver und größeren Kristallen zu beobachten.

Warum knirscht der Schnee?

Schneeflocken bestehen aus vielen mikroskopisch kleinen Eiskristallen, die lose zusammenhängen. Jeder dieser Eiskristalle verfügt über sechs Strahlen oder Äste, und davon ausgehend über weitere kleine Äste und Verzweigungen. Tritt man nun darauf, brechen diese Äste und geben ein leises Geräusch von sich, das allerdings für unser menschliches Ohr nicht hörbar ist. Da Schnee aber aus tausenden Flocken und damit Millionen von Eiskristallen besteht, wird das Geräusch millionenfach verstärkt – und der Schnee knirscht. Übrigens umso lauter, je kälter es ist. Dann sind die Eisästchen besonders fest und brechen deshalb lauter._OMI0337

Wenn der Schnee dann wirklich kommt, ist eine geführte Schneeschuhwanderung die perfekte Möglichkeit, den weißen Zauber zu erkunden!

Ein kleines Märchenbuch übers Skifahren

Skischule Total, Tulfes – Rinn feiert Jubiläum mit Märchenbuch

Anlässlich des 25 jährigen Bestehens der Skischule Total, Tulfes-Rinn hat sich Skischulleiter Urs Weber etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Alle Kursteilnehmer in der heurigen Saison erhalten das kleine Märchenbuch „Schifahren ist Super“!Peter 2

Das von der Südtirolerin Erika Mair liebevoll gestaltete und geschriebene Märchenbüchlein in Pixibuchformat dreht sich um den Braunbären Peter, einem Schilehrer aus Tirol, der um die Welt reist und seine Freunde Eggi Schneggi, Funny Bunny, Wanda Panda und Co. kennenlernt. Nach vielen Erlebnissen, beschließen sie gemeinsam nach Tirol  zu kommen und den Wanda Panda Kinderclub der Skischule Total zu gründen.

Mehr Infos hier

Foto Präsentation

Autorin Erika Mair und Skischulleiter Urs Weber präsentieren das Märchenbuch übers Skifahren.

Tiere im Herbst – So machen sie sich winterfit: heimische Vögel

_OMI0251Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

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Der Schneefink

Der Schneefink oder auch Schneesperling lebt hauptsächlich in hochalpinen, felsigen Gebieten (1900-3100m) und ist ein Standvogel.

Die Flügel sind weiß, nur die Handschwingen und der Daumenfittich sind schwarz. Der weiße Schwanz hat eine dünne schwarze Endbinde, nur die innersten beiden Schwanzfedern sind schwarz. Auch Beine und Iris sind schwarz. Die Oberseite ist matt erdbraun, der Rumpf ist auf der Unterseite durchgehend weiß. Der Kopf ist grau. Im Sommer sind der Schnabel und die Kehle schwarz, im Winter ist der dunkle Kehlfleck von hellen Federn verdeckt. Der Schnabel ist im Winter elfenbeinfarben. Weibchen sind etwas blasser gefärbt als Männchen. Der Schneefink besitzt ein vielfältiges Repertoire an Lautäußerungen.Schneefink (Montifringilla nivalis)

Der Schneefink ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Samen. In Wintersportgebieten ist er sehr zutraulich und kommt gern in die Nähe der Menschen, um Krümel aufzupicken. Das habt ihr vielleicht schon auf der einen oder anderen Skihütte beobachet!

Sein Nest baut er in Felsspalten oder in verlassene Nagetierbauten. Das Gelege besteht aus vier bis fünf Eiern, die Brutzeit beträgt zwei Wochen. Beide Eltern kümmern sich um die Aufzucht der Kleinen; es kann bis zu zwei Bruten pro Jahr geben.

Der Birkenzeisig

Das Gewicht eines Birkenzeisigs beträgt nur 13 bis 16 Gramm – ein echtes Leichtgewicht also! Seine Oberseite ist graubraun gestreift, sein Bauch weiĂź gefärbt. Der kleine Vogel hat einen karminroten Vorderscheitel und einen undeutlichen weiĂźen Ăśberaugenstreif. Weibchen und Jungvögel haben keine rosarote Brust wie das Männchen. Sein Flugruf klingt wie tschett-tschett-tschett…Birkenzeisig (Carduelis flammea)_20140513_Issanger_FStraubinger (5)_1500

Im Winter kommen zusätzlich Birkenzeisige aus dem Norden zu uns. Sie leben in Birken-, Lärchen-, Erlen-, Nadelwäldern auch in Parkanlagen und Gärten. Sie sind geschickte Kletterer und ernähren sich von kleinen Samen und kleinen Insekten. Sein Nest baut er aus Moos, Zweigen, Halmen und Federn meist auf Astgabeln von Bäumen und Sträuchern. Die Weibchen legen 4-5 Eier, welche 10-12 Tage lang ausgebrütet werden. Während dieser Zeit versorgen die Männchen die Weibchen mit Futter.

Der Erlenzeisig

Auch der Erlenzeisig ist ein kleiner, leichter Vogel (12-15 Gramm). Das Männchen ist kontrastreich schwarz-gelb-grün gefärbt, mit schwarzer Stirn und schwarzem Kinn, mit gelbem Kopf und grünen Wangen. Der Rücken ist graugrün, die Flügel schwarz mit einer gelben Binde. Die Weibchen sind etwas unscheinbarer gefärbt.Erlenzeisig (Carduelis spinus)_20140513_Issanger_FStraubinger_1500

Sie kommen in ganz Europa vor. Erlenzeisige brüten am liebsten hoch oben in Fichten, die Nester werden aus Gräsern und Moosen gebaut. 3-5 Eier werden 13 Tage lang ausgebrütet, die Jungen werden mit Blattläusen und Raupen gefüttert.

Heimische Vögel im Winter

Vögel sind im Winter kleine Kuschler: sie rücken näher zusammen und nützen die daei entstehende Kontaktwärme. Durch das dichtere Federkleid, das sie sich zulegen, entsteht außerdem eine richtige Isolierschicht.

In der kalten Jahreszeit, besonders bei Schneefall und Frost, sichert auch das Füttern das Überleben unserer daheim gebliebenen Vögel, sowie der Wintergäste aus dem Norden. Mit kontinuierlicher Nahrungsversorgung vom ersten Frost bis zum Frühlingsbeginn können wir dafür sorgen, dass die gefiederten Gefährten keinen Hunger leiden müssen!

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel

Hannes Androsch zu Gast in Hall in Tirol – Präsentation und Vortrag

Vortrag und Präsentation zum Thema 1814 1914 2014 – 14 Ereignisse,die die Welt veränderten

Datum: 09. Dezember 2014

Beginn: 19:30 Uhr

Ort: Kurhaus Hall in Tirol, Thurnfeldgasse 1

Eintritt frei

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Dr. Hannes Androsch dĂĽrfte vielen HallerInnen kein Unbekannter sein – schlieĂźlich weilt er gerne des öfteren in der schönen Salzstadt (hier zur Präsentation des Europatalers):Bilder_08_11_2007 128

Hannes Androsch war unter anderem Vizekanzler in der Kreisky-Ă„ra und ist Autor zahlreicher Werke. Jetzt ist sein neuestes Buch erschienen mit dem Titel

1814 1914 14_Knotenpunkte_fin.indd2014 – 14 Ereignisse, die die Welt veränderten

Es bietet mit 14 Beiträgen von 14 Co-Autoren einen interessanten Streifzug durch 200 Jahre Geschichte. Genauer gesagt beleuchtet es 14 wichtige Ereignisse, die die Geschichte wenn nicht verändert, so zumindest entscheidend beeinflusst haben. Das Besondere dabei: Diese Ereignisse haben die wenigsten im Blickfeld. So zum Beispiel die Premiere von “The Jazz Singer” am 06. Oktober 2014 oder der Beginn des “Pennsylvania Oil Rush” am 28. August 1859.

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Um sein Buch vorzustellen und gleichzeitig ĂĽber das Thema einen Vortrag zu geben, kommt Hannes Androsch am Dienstag, den 09. Dezember 2014 ins Kurhaus in Hall in Tirol - der Eintritt ist frei!

Nach dem Vortrag steht er gerne für persönliche Buchwidmungen zur Verfügung.

© AIC, Foto: krischanz.zeiller

Tiere im Herbst – So machen sie sich winterfit: Das Reh

_OMI0251Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

 

 

 

 

 

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Aussehen

Das Reh ist das häufigste und kleinstes geweihtragendes Schalenwild – aber nur der Bock trägt ein Geweih. Zweimal im Jahr wechselt es sein Haarkleid: im Sommer rötlich, im Winter graubraun. Der weiĂźe Fleck am Hinterteil wird Spiegel genannt.Reh (Capreolus capreolus)_FStraubinger

Fortpflanzung

Im Juli und August ist die Blattzeit (Paarungszeit). Oft sieht man aufgescharrte Stellen am Waldboden, das sind sogenannte Plätzstellen, mit denen der Böck den Boden zur Reviermarkierung aufscharrt. Im Mai/Juni werden meist zwei Kitze gesetzt (geboren). Die weißen Tupfen bei den jungen Tieren verschwinden ab August wieder.

Nahrung

Rehe sind sehr naschhaft und wählerisch. Sie äsen (fressen) vor allem in den Morgen- und Abendstunden.

Feinde

Zu den Feinden zählen der Fuchs, der Marder, der Uhu, wildernde Hunde, befahrene Straßen und leider auch der Mensch und seine Mähmaschinen, weil in den Feldern oft die Kitze von der Geiß abgelegt (in Sicherheit gebracht) werden.

Besonderheiten

Rehe haben ein besonders breites Klangrepetoir, um sich untereinander zu verständigen. Als Lautäußerungen kennen wir beim Rehkitz das Fiepen zwischen Geiß und Kitz, das bellende Schrecken der Geiß und des Bockes sowie das Fiepen der Geiß in der Brunft. Als Schmerzlaut kennen wir das Klagen, welches in Todesangst ausgestoßen wird. Der Abwurf des Geweihs erfolgt von Ende Oktober bis Jänner. Das junge Geweih, das Bastgeweih, wird jedes Jahr sofort neu geschoben (gebildet). Von diesem muss der Rehbock erst die Basthaut abfegen.Reh Trittsiegel (Capreolus capreolus)_Hinterautal_A.Heufelder_1_1500

Das Reh im Winter

Das Reh ist leider fĂĽr kalte Temperaturen nicht sehr gut “ausgerĂĽstet” – Milde Temperaturen, so wie sie zur Zeit herrschen, sind fĂĽr Rehe kein Problem. Was ihnen aber sehr zu schaffen macht, ist ein besonders frĂĽher Wintereinbruch und ein harter Winter. Diese fĂĽhren in allen Altersklassen zu Verlusten, sie fĂĽhren sogar zum Absterben von Embryonen. Hungernde Rehe sind anfälliger fĂĽr Parasitenbefall!  In diesen Notzeiten muss das Rehwild gefĂĽttert werden, weil sein natĂĽrlicher Lebensraum vom Menschen stark eingeengt wird.

Zum Schutz der Rehe sollten wir Menschen im Winter Abstand von Futterkrippen halten!

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel

Tiere im Herbst – so machen sie sich winterfit: Das Mufflon (Wildschaf)

_OMI0251Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

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Teil 3: Das Mufflon (Wildschaf)

Der Europäische Mufflon war ursprünglich nur auf den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien verbreitet, inzwischen aber in vielen Gegenden Europas zu finden unter Anderem bei uns im Halltal.Europäischer Mufflon (Ovis orientalis musimon)_M. Schinner_2 (3)

Aussehen

Mufflons haben eine Körperlänge von ca. 120 cm und eine Schulterhöhe von ca. 90 cm. Schafe (Weibchen) erreichen ein Gewicht von 25 bis 40 kg und Widder (Männchen) zwischen 35 bis 55 kg. Sie haben ein glattes Haarkleid. Im Sommer sind die Schafe bräunlich und die Widder fuchsrotbraun mit einem hellen Sattelfleck, im Winter sind beide etwas dunkler. Die Widder haben schneckenförmig eingedrehte Hörner die bis zu 80 cm lang werden können.

Lebensraum und Gefahren

Sie leben bevorzugt in Laub- und Mischwaldgebieten, wobei trockene und steinige Böden bevorzugt werden (zur Pflege der Klauen). Bei zu feuchten Bodenverhältnissen kann es leicht zu Schalenerkrankungen kommen, die zum Teil sogar zum Tode führen. Die größte Gefahr für Mufflons in unseren Gebieten sind harte Winter, für Lämmer auch der Adler. Wenn diese am Himmel kreisen suchen die Muttertiere deckungsreiches Gelände auf. Wenn Gefahr droht, kann man einen Pfeifton vernehmen, welcher durch Aufstampfen mit den Vorderläufen unterstützt wird.Europäischer Mufflon (Ovis orientalis musimon)_M. Schinner_1

Verhalten, Fortpflanzung und Nahrung

Mufflons leben meist in kleinen Rudeln mit einem älteren Schaf als Leittier. Widder bilden auĂźerhalb der Brunftzeit ihre eigenen Verbände. In der Brunftzeit kämpfen die Widder um die Schafe – durch Einsatz der eingedrehten Hörner drängen sie ihre Konkurrenten ab. Die Brunft ist im Oktober/November, die Tragzeit beträgt ungefähr fĂĽnf Monate, die Setzzeit ist somit im März/April. Es werden ein bis zwei Lämmer geboren, die ungefähr ein halbes Jahr gesäugt werden. Mufflons sind Herbivoren (Pflanzenfresser) und haben ein sehr breites Nahrungsspektrum. Neben Kräutern, Gras, FeldfrĂĽchten und Samen entrinden sie auch Waldbäume und verhindern dadurch das Aufkommen von Baumbewuchs.

Besonderheiten

Muffelwild hat einen ausgeprägten Gesichtssinn und kann im Vergleich zu anderen Wildtieren, die sich vornehmlich auf den Geruchssinn verlassen, einen Menschen auf über 800 Meter Entfernung erkennen. Ungefähr im Alter von einem Monat beginnt beim Widderlamm das Wachstum der schneckenartigen hohlen Hörner. Diese sitzen auf Stirnzapfen und wachsen pro Jahr um einige Zentimeter. In den Wintermonaten ruht das Wachstum, sie werden aber nicht abgeworfen. Das Alter des Tieres kann daher an den Jahresringen der Hörner abgezählt werden.Europäischer Mufflon (Ovis orientalis musimon)_M. Schinner_2 (1)

Das Mufflon im Winter

Wie alle Wildtiere in unseren Regionen sollten auch Mufflons in der kalten Jahreszeit nicht durch den Menschen gestört werden. Das Mufflon verlangt im Winter die Aufmerksamkeit  von Menschen: Rechtzeitige WinterfĂĽtterung und ausreichend Salzstellen sind fĂĽr das Muffelwild im Winter sehr wichtig! DafĂĽr sind sie auch gut beobachtbar. Ansonsten sind Mufflons wahre “Allroundtalente”, die auch im Winter ohne besondere Anpassungsstrategie in unseren Breitengraden gut ĂĽberleben können.

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel